Gewalt im Kaukasus: Neun Tote

"Sondereinsatz"

Gewalt im Kaukasus: Neun Tote

Bei Kämpfen und Anschlägen in den Kaukasusrepubliken Inguschetien, Tschetschenien und Dagestan sind russischen Behördenangaben zufolge innerhalb von 24 Stunden acht Aufständische und ein Polizist getötet worden. Bei einem "Sondereinsatz" an der Grenze zwischen Inguschetien und Tschetschenien seien am Freitag und Samstag acht Kämpfer getötet worden, teilte der tschetschenische Präsident Ramsan Kadyrow der russischen Nachrichtenagentur Interfax mit.

Nach seinen Angaben befand sich unter den Toten auch der selbsternannte "Emir von Inguschetien", Asamat Machauri; laut der Nachrichtenagentur RIA Nowosti handelt es sich dabei um den Bruder des vor wenigen Tagen festgenommenen "Verteidigungsministers" der tschetschenischen Exil-Regierung, Rustam Machauri. Allein am Samstag seien bei den Kämpfen mit den Sicherheitskräften beider Kaukasusrepubliken im inguschetischen Grenzgebiet vier Aufständische getötet worden, berichtete RIA Nowosti unter Berufung auf einen Polizeivertreter. In Dagestan erschossen laut der Agentur unterdessen Unbekannte einen Polizeioffizier in seinem Wagen.

Gewalt nimmt zu
In den drei Kaukasusrepubliken nimmt die Gewalt seit einiger Zeit wieder zu. Allein in Inguschetien wurden in den vergangenen Wochen mehrere Anschläge auf ranghohe Persönlichkeiten verübt. So wurde vor knapp drei Wochen Präsident Junus-Bek Jewkurow bei einem Anschlag schwer verletzt.

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