Hillary attackierte Obama im Fernsehen

Clinton strikes back

© EPA/STEFAN ZAKLIN

Hillary attackierte Obama im Fernsehen

Kurz vor den Vorwahlen im US-Bundesstaat New Hampshire liegt der demokratische Sieger der Vorwahlen in Iowa, Barack Obama, in zwei Umfragen jeweils in einem zweistelligen Bereich vor seiner Mitstreiterin für die Präsidentschaftskandidatur Hillary Clinton. In einer am Sonntag (Ortszeit) veröffentlichen Gallup-Umfrage für die Zeitung "USA Today" schob sich der Senator aus Illinois mit 13 Prozentpunkten vor Clinton. In einer Umfrage für die Sender CNN und WMUR lag Obama mit 10 Prozentpunkten vor der ehemaligen First Lady. In beiden Umfragen kam bei den Republikanern der Senator aus Arizona, John McCain, auf den ersten Platz.

Hillary bläst zum Gegenangriff
In einer TV-Show lieferte sich Clinton mit Obama heftige Wortgefechte. Er behauptete, der einzige Kandidat zu sein, der für wahre Veränderung einstünde. Ununterbrochen wiederholte er sein Mantra vom "Change". Hillary entgegnete aufgebracht, ein richtiger Präsident wiederhole nicht nur ständig, woran er glaube, sondern setze konkrete Handlungen. Dank ihres Einsatzes haben Kinder in New Hampshire jetzt ein funktionierendes Gesundheitswesen. Obama solle keine großen Worte spucken, sondern konkret handeln.

Obama baut Vorsprung klar aus
Laut der Gallup Umfrage, bei der von Freitag bis Sonntag 778 Demokraten in New Hampshire befragt wurden, bekam Obama 41 Prozent Unterstützung, Clinton nur 28. Der frühere demokratische Senator John Edward - er landete in Iowa an zweiter Stelle - kam auf 19 Prozent. Bei der CNN/WMUR-Umfrage kam Obama auf 39, Clinton auf 29 Prozent. Hier wurden 268 Demokraten befragt. Die Fehlerquote lag den Angaben zufolge bei fünf Prozent. "Die Ergebnisse der Vorwahlen in Iowa hat eine wachsende Anzahl von Wählern in New Hampshire überzeugt, dass es Obama wirklich schaffen kann", sagte Keating Holland, der bei CNN zuständig für die Umfragen ist.

McCain überholte Romney
In der Gallup-Umfrage überholte bei den Republikanern John McCain den Mormonen Mitt Romney. McCain lag bei 34 Prozent, Romney bei 30. Bei einer Gallup-Umfrage vom Dezember war Romney noch auf Platz eins. Der Sieger von Iowa, Mike Huckabee, lag jetzt bei 13 Prozent, im Dezember hatte er neun Prozent. Der ehemalige Kongressabgeordnete Ron Paul aus Texas und der frühere New Yorker Bürgermeister Rudi Giuliani lagen beide bei 8 Prozent. Es wurden insgesamt 776 Republikaner befragt. Die Fehlerquote liegt bei vier Prozent.

In der Umfrage für CNN und den Regionalsender WMUR lag McCain mit 32 Prozent vorne, Romney bekam 26 Prozent. Huckabee lag auf Platz drei mit 14 Prozent. In New Hampshire wurden 341 Republikaner befragt, die Fehlerquote lag bei sechs Prozent.

New Hampshire wählt am Dienstag
Am Dienstag (Ortszeit, Nacht auf Mittwoch MEZ) stimmt der Bundesstaat New Hampshire im Nordosten der USA als zweiter über die Bewerber der Parteien für die Präsidentschaftskandidatur ab. Bei den Vorwahlen im US-Bundesstaat Iowa hatten sich die Anhänger der Demokraten und Republikaner deutlich für Vertreter eines politischen Neuanfangs entschieden. Senkrechtstarter Obama lag bei der Demokratischen Partei im Rennen um die Spitzenkandidatur mit 38 Prozent vor Edwards mit 30 Prozent und der als Favoritin gehandelten Clinton mit 29 Prozent. Bei den Republikanern setzte sich in Huckabee (34 Prozent) ebenfalls ein Vertreter des Wandels durch. Konkurrent Romney erhielt 25 Prozent.

Was führt Michael Bloomberg im Schilde?
Für wilde Speukationen sorgten unterdessen Pläne für ein parteiübergreifendes Treffen am Montag, das von vielen Beobachtern als weiterer Schritt für eine Präsidentschaftskandidatur des New Yorker Bürgermeisters und Medienunternehmers Michael Bloomberg gesehen wird. Die 16 Teilnehmer, darunter viele Ex-Senatoren, wollen Republikaner und Demokraten zu einem geschlosseneren Vorgehen und weniger Parteipolitik auffordern. Das erklärten die führenden Organisatoren, die Ex-Senatoren David Boren und Sam Nunn. Der parteilose Bloomberg hat Spekulationen über eine eigene Kandidatur in den vergangenen Monaten zahllose Male zurückgewiesen. Mit landesweiten Auftritten hat er aber wiederholt Spekulationen geschürt, er werde doch antreten.

Das Treffen ist an der University of Oklahoma geplant, deren Präsident, Ex-Senator Boren, sich in der vergangenen Woche in der "New York Times" für Bloomberg starkgemacht hatte. Der Milliardär Bloomberg gehörte jahrelang den Demokraten an. Um als Bürgermeister von New York zu kandidieren, wechselte er 2001 zu den Republikanern. Im Juni gab er dann jede Parteibindung auf.

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