Hitler war

Franz. Akte

 

Hitler war "kein Dummer"

In einem französischen Archiv ist eine bisher unbekannte Akte des Geheimdienstes über den jungen Adolf Hitler entdeckt worden. Hitler sei "kein Dummer, aber (...) ein sehr geschickter Volksverhetzer", ist auf der Pappkarte von 1924 zu lesen, die Mitarbeiter des französischen Nationalarchivs unlängst unter wichtigen französischen Dokumenten fanden berichtet "Le Monde".

Falsche Recherchen
In dem Eintrag ist der spätere Diktator mit der Berufsangabe "Journalist" geführt, nachdem die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP) den "Völkischen Beobachter" in München vier Jahre zuvor aufgekauft hatte. Sowohl das Alter als auch den Geburtsort des NSDAP-Vorsitzenden hatte der französische Geheimdienst offenbar falsch recherchiert - Hitler wird in dem Dokument neun Jahre älter gemacht, als er wirklich war, und als Geburtsort ist das bayerische Passau anstelle des österreichischen Braunau am Inn genannt.

Wann und wie die etwa DIN-A-5 große Akte in den etwa zwei Meter hohen Eisenschrank im Nationalarchiv kam, in dem so wichtige französische Dokumente wie das Testament von Napoleon Bonaparte und die Verfassungstexte der verschiedenen Epochen aufbewahrt werden, ist unklar.

Auch Adenauer im Blick
Aber nicht nur die im Entstehen begriffene nationalsozialistische Führungsspitze, auch spätere Politiker der jungen Bundesrepublik Deutschland wie Konrad Adenauer hatte der französische Geheimdienst im Blick: Adenauer, der 1949 der erste deutsche Bundeskanzler wurde, habe einen "kalten Charakter" und tue nur so, als ob er "bescheiden" sei, vermerkten die Beamten in den 1920er Jahren in seiner Akte. Vor allem aber sei er Frankreich gegenüber "sehr feindselig" - tatsächlich leitete Adenauer später zusammen mit dem französischen Republikgründer Charles de Gaulle die Versöhnung der beiden Länder ein.

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