Im Jahr 2007 starben 900 US-Soldaten im Irak

Schwarzes Jahr

© REUTERS/Bob Strong

Im Jahr 2007 starben 900 US-Soldaten im Irak

Die US-Armee hat im Irak im vergangenen Jahr 900 Soldaten verloren. 2007 war damit das verlustreichste Jahr für die amerikanischen Truppen seit der Besetzung des Landes im Frühjahr 2003. Das US-Militärkommando berichtete am Dienstagabend, ein US-Soldat sei am letzten Tag des Jahres durch einen Unfall in der Nähe eines Militärflugplatzes ums Leben gekommen. Damit stieg die Zahl der US-Soldaten, die im Irak im vergangenen Jahr ihr Leben verloren haben, auf 900. Seit Beginn der Invasion im März 2003 starben im Irak nach Pentagon-Angaben insgesamt mehr als 3900 US-Soldaten.

18.000 Iraker tot
Die Zahl der Iraker, die 2007 von Terroristen, Milizionären, Soldaten oder Angehörigen der Sicherheitskräfte getötet wurde, wird auf 18.000 geschätzt, darunter mehr als 16.000 Zivilisten. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Aswat al-Irak hatte ein Selbstmordattentäter am Dienstag während einer privaten Trauerfeier in Bagdad über 30 Menschen mit in den Tod gerissen.

Erster Jahrestag von Saddams Hinrichtung
Der Kommandant der US-Truppen im Irak, General David Petraeus, hatte trotz der jüngst abflauenden Gewalt vor Rückschlägen bei der Sicherheit gewarnt. Er hatte sich anlässlich des ersten Jahrestags der Hinrichtung von Ex-Diktator Saddam Hussein am Sonntag geäußert.

Unteroffizier steht vor Gericht
Wegen des Todes von 24 Menschen in der irakischen Stadt Haditha muss sich derzeit ein 27-jähriger Stabsunteroffizier vor einem US-Militärgericht verantworten. In dem Verfahren gegen Frank Wuterich geht es um die Anklagepunkte Totschlag, schwere Körperverletzung, Pflichtvernachlässigung und Behinderung der Justiz, wie die US-Streitkräfte in Los Angeles mitteilten. Ein Datum für den Prozessbeginn war noch nicht bekannt.

Die Einheit Wuterichs ging im November 2005 Bewohner von Haditha vor, nachdem ihr Militärkonvoi auf einen Sprengsatz gefahren war. Zunächst wurden fünf Männer aus einem Fahrzeug heraus erschossen. Danach gingen die Marineinfanteristen von Haus zu Haus und töteten 19 Bewohner, darunter zehn Frauen und Kinder. Das US-Nachrichtenmagazin "Time" brachte das Massaker ans Licht. Es gehört zu den schwersten Verbrechen der US-Streitkräfte im Irak seit deren Einmarsch im Jahr 2003. Von insgesamt acht Ermittlungsverfahren wurden bisher vier eingestellt.

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