Iran droht USA:

US-Sanktionen

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Iran droht USA: "Härtere Aggressionen"

"Der Iran wird mit viel härterer Aggression antworten", sagte der Chef der Revolutionsgarden, Mohammed Ali Jafari, am Freitag der Nachrichtenagentur ISNA. Die USA betonten, sie strebten weiterhin eine friedliche Lösung des Konflikts mit dem Iran an.

Rice für harte Sanktionen
US-Außenministerin Condoleezza Rice rief die internationale Gemeinschaft gleichzeitig auf, ebenfalls harte Sanktionen gegen den Iran durchzusetzen. Unterstützung erhielt sie von iranischen Oppositionellen, die Teheran ebenfalls zur Einstellung seines Atomprogramms aufforderten.

Strafmaßnahmen seit 28 Jahren
"Die Feinde können nichts machen, und ihre Erklärungen sind reine Rhetorik", sagte Jafari im Hinblick auf die Strafmaßnahmen Washingtons gegen den Iran. Der neue iranische Atom-Unterhändler Said Jalili erklärte, die Sanktionen hätten "keine Auswirkungen" auf die Atompolitik Teherans. Der Iran erdulde seit 28 Jahren Strafmaßnahmen.

"Völkerrechtswidrig"
Ein Sprecher des Außenministeriums hatte die Sanktionen bereits am Donnerstabend als völkerrechtswidrig bezeichnet. Betroffen davon sind die islamischen Revolutionsgarden, deren Eliteeinheit Al-Quds ("Jerusalem") und drei staatliche Banken.

"Wir haben einen Pfad der Verhandlungen angeboten. Es gibt einen einfachen Weg vorwärts für den Iran, wenn er ihn wählen will", sagte Rice dem US-Fernsehsender NBC. Das Weiße Haus wollte aber die Möglichkeit eines militärischen Eingreifens weiter nicht ausschließen. Die Meinungsverschiedenheiten mit Russland über den richtigen Umgang mit Teheran sind nach Ansicht der Ministerin gering. Es gebe zwar "taktische Unstimmigkeiten", aber auch Moskau wolle nicht, dass der Iran Atomwaffen bekomme.

Opposition für Kooperation mit den USA
Die iranische Opposition rief Teheran zur Kooperation mit den USA auf. Mit seiner falschen Atompolitik riskiere Präsident Mahmoud Ahmadinejad eine Isolation des Landes, sagte der Generalsekretär der Reformpartei "Beteiligungsfront", Mohsen Mirdamadi.

Nach Angaben der Organisation der Exil-Iraner, dem Nationalen Widerstandsrat, ist das Land noch zwei Jahre von der Fertigstellung einer Atombombe entfernt. Ein Sprecher begrüßte deshalb die US-Sanktionen. Die EU treibe hingegen weiter Handel mit Teheran. Das meiste Geld fließe direkt in die Taschen derjenigen, die die Atombombe entwickelten, kritisierte er.

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