Iran führte wieder Raketentest durch

Provokation

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Iran führte wieder Raketentest durch

Der Iran hat am Montag seine Raketentest mit der Shahab-3 fortgesetzt, die die größte Reichweite im Arsenal Teherans hat. Das berichteten staatliche iranische Medien. Die Mittelstreckenrakete kann Ziele in bis zu 2.000 Kilometern Entfernung treffen und könnte damit zumindest theoretisch israelisches Gebiet erreichen. Die militärische Führung Irans hatte mehrfach mit einem Raketenangriff auf den jüdischen Staat für den Fall gedroht, dass die iranischen Atomanlagen von Israel angegriffen würden.

Bereits am Sonntag waren Kurzstreckenraketen und in der Nacht Raketen des Typs Shahab-2 erprobt worden. Nach Angaben des Brigadegenerals der Revolutionsgarden, Hossein Salami, lagen die Ziele zwischen etwa 300 und 700 Kilometer entfernt. Die Erprobung sei erfolgreich gewesen. Die Shahab-3-Tests seien der dritte und letzte Teil der Serie.

Kein Zusammenhang mit Atomanlage
Ein Sprecher des Teheraner Außenministeriums betonte unterdessen, dass es keinerlei Zusammenhang zwischen den Raketentests und dem Bau einer zweiten Anlage zur Urananreicherung gebe. Es handle es sich um ganz übliche jährliche Tests im Rahmen eines Manövers zur Überprüfung der Verteidigungsfähigkeit des Landes.

Russische Militärs haben unterdessen vor einer zunehmenden Gefahr durch iranische Raketen gewarnt. "Diese Entwicklung, die wir uns früher nicht vorstellen konnten, läuft sehr aktiv", sagte Generalmajor Wladimir Dworkin am Montag nach Angaben der Agentur Interfax in Moskau. Der an der Moskauer Akademie der Wissenschaften beschäftigte Dworkin sagte, nach russischen Informationen forsche der Iran mit Hochdruck an Raketen mit bis zu 5.500 Kilometern Reichweite. "Es ist sehr naiv anzunehmen, dass der Iran sich solche Technologien nicht aneignen könnte."

Treffen des Weltsicherheitsrats
An diesem Donnerstag (1. Oktober) treffen sich die fünf ständigen Vertreter des Weltsicherheitsrats sowie Deutschlands mit dem Iran in Genf. Im Streit um das Atomprogramm der Führung in Teheran schließt auch Russland neuerdings eine härtere Gangart gegen das islamische Land nicht aus.

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