Israel fliegt Angriff im Gaza-Streifen

Eskalation in Nahost

© AFP

Israel fliegt Angriff im Gaza-Streifen

Bei einem israelischen Luftangriff im Gazastreifen sind nach Krakenhausangaben am Dienstag mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Die israelischen Streitkräfte trafen palästinensischen Angaben zufolge ein von der Hamas betriebenes Polizeirevier in der Ortschaft Khan Yunis. Augenzeugenberichten zufolge seien unter den Toten auch Uniformierte gewesen. Die israelischen Streitkräfte bestätigten den Luftangriff. Dieser sei eine Reaktion auf palästinensischen Raketenbeschuss gewesen.

Ebenfalls am Dienstag wurden nach einem Raketenabschuss auf ein Wohnhaus im Norden des Gazastreifens drei Menschen verletzt. Die israelischen Streitkräfte erklärten, es habe sich um einen Irrläufer gehandelt. Ziel des Angriffs sei eine Raketeneinheit der radikalislamischen Hamas gewesen.

Konferenz verschoben
Die für den 7. November geplante "Nationale Palästinenserkonferenz" in der syrischen Hauptstadt Damaskus ist verschoben worden, damit sie mit der von den USA geplanten Nahost-Konferenz zusammenfällt. Dies teilte der Vize-Generalsekretär der Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP), Tala Naji, am Dienstag im Namen des Organisationskomitees auf einer Pressekonferenz mit.

Die Konferenz war Anfang Oktober von der radikalislamischen Hamas und dem Islamischen Jihad als Gegenveranstaltung zu der Friedenskonferenz angekündigt worden, die auf Einladung der USA noch vor Jahresende in der Stadt Annapolis nahe Washington stattfinden soll.

Mit der Verlegung der Konferenz erhöhe sich ihre Wirksamkeit, da sie die Ergebnisse des Treffens in den USA durchkreuze und so die historischen Rechte des palästinensischen Volkes garantiere, hieß es in der Erklärung der PFLP. Dazu zählten das Recht auf Widerstand, eine Rückkehr in die Heimat und ein unabhängiger Palästinenserstaat. Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas hatte sich am Dienstag gegen die "Palästinenserkonferenz" ausgesprochen.

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