Israel lässt Hilfskonvoi nicht in Gazastreifen

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Israel lässt Hilfskonvoi nicht in Gazastreifen

Israel hat am Donnerstag einem Lastwagenkonvoi mit Grundnahrungsmitteln, Medikamenten und medizinischem Material für den Gazastreifen die Einreise in das palästinensische Gebiet verwehrt. Die Entscheidung sei "aus Sicherheitsgründen" gefallen, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. Der Konvoi sei umgekehrt, fügte er hinzu, ohne weitere Angaben zu machen. Verteidigungsminister Ehud Barak hatte dem aus 30 Lastern bestehenden Konvoi wenige Stunden zuvor die Erlaubnis erteilt, den Übergang Kerem Shalom zu passieren.

Seit Mittwochabend feuerten palästinensische Kämpfer vom Gazastreifen aus Granaten und selbst gebaute Raketen in Richtung Israel ab. Sie reagierten damit auf die Tötung von vier Hamas-Mitgliedern durch die israelische Armee. Meldungen über Opfer oder Schäden auf israelischem Gebiet lagen nicht vor.

Das UNO-Hilfswerk für palästinensische Flüchtlinge (UNRWA) teilte mit, dass es unter den gegebenen Umständen die vorgesehene Lieferung von Grundnahrungsmitteln für 750.000 Menschen einstellen müsse. "Unsere Lager sind leer", sagte UNRWA-Sprecher Chris Gunness. Der Stopp der Lebensmittelhilfe laufe den Interessen all derer zuwider, die sich "Frieden, Mäßigung und Stabilität" wünschten. Die Leiterin des Komitees vom Internationalen Roten Kreuz (IKRK) für Israel und den Gazastreifen, Katharina Ritz, wies auf die zunehmend prekäre Lage der im Gazastreifen lebenden Menschen hin. Die dortige Bevölkerung sei dringend auf medizinisches Material angewiesen.

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