Israel ordnet Zerstörung von Häusern an

Vergeltung

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Israel ordnet Zerstörung von Häusern an

Wie das israelische Armeeradio berichtete, soll auch das Haus eines weiteren Palästinensers zertrümmert werden, der Anfang März acht Studenten einer jüdischen Religionsschule in Jerusalem getötet hatte. Ein Datum für den Abbruch der Häuser wurde nicht genannt.

Österreicherin getötet
Der 30-jährige Palästinenser Hosam Dwayyat hatte am Mittwoch mit einem Radlader mehrere Fahrzeuge zerdrückt und dabei drei Menschen, darunter eine gebürtige Österreicherin, getötet sowie rund 50 weitere verletzt. Anschließend wurde er von Sicherheitskräften erschossen. Der israelische Generalstaatsanwalt Menachem Mazuz hatte auf Anfrage der Regierung erklärt, die Zerstörung der Häuser von Attentätern sei mit der Verfassung vereinbar. Jeder Fall müsse allerdings einzeln analysiert werden.

Entzug von Sozialvorteilen
Das von Menschenrechtsorganisationen scharf kritisierte Abschreckungsmittel war 2005 gestoppt worden, weil es sich nach Einschätzung der Regierung im Kampf gegen den Terrorismus als wirkungslos erwiesen hatte. Von den Häuserzerstörungen sind meist viele Familienmitglieder betroffen.

Israels Ministerpräsident Ehud Olmert hatte am Donnerstagabend damit gedroht, den Angehörigen der Attentäter alle Sozialvorteile zu entziehen. Die Familie des getöteten Dwayyats war schon zuvor von der Polizei gezwungen worden, ein Trauerzelt in Ost-Jerusalem abzubauen. Nach Angaben der Familie war Dwayyat kein Terrorist, sondern handelte in einem Moment der Unzurechnungsfähigkeit.

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