Israelischer Panzervorstoß im Gaza-Streifen

Raketenbeschuss

© APA

Israelischer Panzervorstoß im Gaza-Streifen

Die Truppen überschritten die Grenze etwa einen Kilometer weit und näherten sich der Hauptstraße zwischen Khan Younis und Rafah. Soldaten postierten sich auf Dächern von Gebäuden und durchsuchten mehrere Häuser, wie Augenzeugen berichteten.

Zwei Luftangriffe gegen Raketenstellungen
Im Norden des von der radikalen Hamas kontrollierten palästinensischen Küstengebiets flog die israelische Luftwaffe nach eigenen Angaben zwei Angriffe auf bewaffnete Palästinenser. Die militante Organisation "Islamischer Heiliger Krieg" (Jihad Islami) teilte mit, dass dabei einer ihrer Kämpfer getötet worden sei. Er gehörte demnach einer Einheit an, die einen Raketenangriff auf Israel vorbereitete.

Waffenruhe angekündigt
Hamas bemüht sich nach einem Bericht der Zeitung "Al-Quds al-Arabi" um eine Waffenruhe (Hudna) mit Israel. Die Hamas-Führung habe Gespräche mit anderen Palästinenserorganisationen geführt, um unter anderem eine Einstellung des Beschusses von israelischen Grenzstädten mit Kassam-Raketen und Mörsergranaten zu erreichen, berichtete das Blatt am Wochenende. Im Gegenzug für eine Waffenruhe verlange Hamas von Israel ein Ende von Razzien und Luftangriffen.

Die Hamas-Organisation hatte Mitte Juni nach blutigen Gefechten mit der stärksten PLO-Fraktion Fatah die alleinige Kontrolle über den Gaza-Streifen übernommen. Präsident Mahmoud Abbas hatte daraufhin die Hamas-geführte palästinensische Einheitsregierung unter Premier Ismail Haniyeh aufgelöst und im Westjordanland ein Notstandskabinett unter Salam Fayyad eingesetzt.

Die palästinensische Führung hat am Montagabend mit einem Boykott der vereinbarten Friedensverhandlungen mit der israelischen Regierung gedroht, nachdem Israel ungeachtet amerikanischer Warnungen den Bau neuer Siedlungen auf besetztem Gebiet angekündigt hatte. Der palästinensische Chefunterhändler Ex-Premier Ahmed Korei erwarte, dass Israel darauf verzichte, erklärten hochrangige palästinensische Vertreter in Ramallah.

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