Junta bestimmt neue Regierung in Guinea

Nach Militärputsch

© Reuters

Junta bestimmt neue Regierung in Guinea

Drei Wochen nach dem Militärputsch in Guinea hat die Junta eine neue Regierung bestimmt. Der von der Armee zum Staatsoberhaupt ernannte Hauptmann Moussa Dadis Camara habe ein Kabinett mit 30 Ministern eingesetzt, berichtete das staatliche Fernsehen in dem westafrikanischen Land am Mittwoch. Darunter seien etwa zehn Angehörige des Militärs. So blieben etwa das Wirtschafts-und Finanzministerium sowie das Ministerium für Telekommunikation und Informationstechnologie in der Hand der Armee. Ende Dezember hatte Camara bereits einen Ministerpräsidenten, einen Verteidigungs- und einen Sicherheitsminister ernannt.

Nach dem Tod des langjährigen Präsidenten Lansana Conte hatte eine Gruppe junger Offiziere am 23. Dezember die Macht an sich gerissen. Die USA, Europa und die Afrikanische Union haben den Militärputsch in dem wegen seiner Bauxit-Vorkommen für die Aluminiumbranche wichtigen Land verurteilt. Camara hatte ursprünglich für 2010 Wahlen angekündigt. Das wurde international aber als zu spät kritisiert. Nach Angaben der früheren Kolonialmacht Frankreich sagten die Putschisten inzwischen zeitigere Neuwahlen bis Jahresende zu.

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