Krise in Südamerika droht sich zuzuspitzen

Weitere Verschärfung

© EPA/Reuters

Krise in Südamerika droht sich zuzuspitzen

Nach Angaben der kolumbianischen Regierung ist bei dem Militäreinsatz gegen die linken FARC-Rebellen im Grenzgebiet des Nachbarlandes Ecuador vor gut drei Wochen auch ein ecuadorianischer Staatsbürger getötet worden. Damit droht eine erneute Verschärfung der Krise. Der kolumbianische Militäreinsatz im Nachbarland am 1. März hatte zu schweren Verstimmungen und militärischem Säbelrasseln zwischen den südamerikanischen Ländern Kolumbien, Ecuador und Venezuela geführt, in deren Konsequenz Ecuador und Venezuela ihre Truppen entlang der Grenze zum Nachbarn Kolumbien verstärkten. Erst nach Tagen wurde auf einem Gipfeltreffen der Organisation Amerikanischer Staaten in Rio de Janeiro eine Entspannung erreicht.

Verschärfung der Krise
Wie der kolumbianische Verteidigungsminister Juan Manuel Santos am Sonntag (Ortszeit) in Bogotá mitteilte, war unter den mehr als 20 Toten, die nach dem umstrittenen Angriff auf die Nummer zwei der "Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens" (FARC), Raul Reyes, in Ecuador mit zurück nach Kolumbien gebracht wurden, auch ein Ecuadorianer. Zugleich forderte er das Nachbarland auf, sich von drastischen Schritten aufgrund der neuen Entwicklung zurückzuhalten. Ecuadors Präsident Rafael Correa hatte noch am Samstag vor einer erneuten Verschärfung der Krise gewarnt, falls sich bewahrheiten sollte, dass ein Ecuadorianer unter den Toten ist.

"Ich habe Präsident Correa und die ecuadorianischen Behörden aufgefordert, genau hinzusehen und sich nicht durch ein paar Kriminelle ihrer guten Absichten berauben zu lassen", sagte Santos vor Journalisten in der kolumbianischen Hauptstadt. Erneut rechtfertigte er den Militäreinsatz auf ecuadorianischem Territorium als "Akt zur Verteidigung der Demokratie" in seinem Land.

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