Labor-Gift bei Juschtschenko-Anschlag

Neue Erkenntnisse

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Labor-Gift bei Juschtschenko-Anschlag

Fünf Jahre nach der mysteriösen Dioxinvergiftung des damaligen ukrainischen Oppositionsführers und heutigen Präsidenten Viktor Juschtschenko gibt es neue Erkenntnisse über den Giftstoff. Das Dioxin sei so rein gewesen, dass es definitiv in einem Labor produziert worden sei, heißt es in einer am Mittwoch im britischen medizinischen Fachblatt "Lancet" veröffentlichten Untersuchung. Es handle sich um die giftigste Dioxin-Variante, die auch in dem von den US-Streitkräften im Vietnamkrieg verwendeten Entlaubungsgift Agent Orange enthalten sei.

Offen ist dem Bericht zufolge aber nach wie vor, wo genau die hochgiftige Chemikalie hergestellt wurde und wer hinter dem Giftanschlag auf Juschtschenko steht. Der prowestliche Kandidat war im Wahlkampf 2004 plötzlich schwer erkrankt. Ärzte stellten in seinem Blut und Gewebe deutlich erhöhte Dioxinwerte fest.

In Wien behandelt
Juschtschenko wurde unter anderem im Wiener Spital Rudolfinerhaus behandelt. Die Krankheit hatte das Gesicht des Staatschefs entstellt.

In der Ukraine wird vielfach Russland für die Vergiftung Juschtschenkos verantwortlich gemacht, weil dieser damals als Oppositionskandidat gegen einen von Moskau unterstützten Bewerber antrat. Außerdem gehört Russland zu den wenigen Ländern, die Dioxin nach der Formel produzieren, wie es bei Juschtschenko gefunden wurde.

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