Lage im Libanon entspannt sich

Unruhen

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Lage im Libanon entspannt sich

Die Armee verstärkte ihre Präsenz in den zuvor umkämpften Vierteln von Beirut und Tripoli sowie im Siedlungsgebiet der Drusen. Die Armeeführung, die sich aus den Kämpfen zwischen schiitischen Regierungsgegnern und Anhängern der pro-westlichen Regierung von Fouad Siniora bisher herausgehalten hatte, drohte erstmals damit, "notfalls auch Gewalt einzusetzen".

Vorwürfe gegen Iran
Der Außenminister von Saudi-Arabien, Prinz Saud al-Faisal, sagte in Riad, Syrien und der Iran wüssten ganz genau, was sie tun müssten, um zu einer Entspannung der Lage im Libanon beizutragen. Dem Iran drohte er, seine Rolle im Libanon könne "die Beziehungen zwischen Riad und Teheran sowie die Beziehungen zu anderen arabischen und islamischen Staaten nachhaltig belasten".

Der iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad wies jeden Vorwurf iranischer Einmischung im Libanon zurück. "Alles was wir tun, ist allen relevanten Parteien zu empfehlen, eine friedliche Lösung der Krise zu finden", sagte er. "Grundsätzlich sind wir sicher, dass alle intelligenten Menschen im Libanon besser als jeder andere wissen, wie sie sich verhalten sollen und daher sollten sie selbst entscheiden können." Die Drohungen aus Saudi-Arabien spielte Ahmadinejad herunter: "Vermutlich war Herr Saud al-Faisal nur etwas verärgert, als er das sagte."

Sondersitzung der Arabischen Liga
Die Zeitung "Al-Sharq al-Awsat" ("Mittlerer Osten") berichtete unter Berufung auf mehrere Minister, während der Sondersitzung der Arabischen Liga zur Libanon-Krise am Wochenende in Kairo habe sich der syrische Botschafter Yussif Ahmed wie ein Sprecher der Hisbollah benommen. Ahmed habe gesagt: "Glaubt Ihr etwa, dass Euer Flugzeug in Beirut landen kann, wenn Ihr die Hisbollah in Eurer Erklärung verurteilt?" Die Minister hatten die Hisbollah in ihrer Abschlusserklärung letztlich nur indirekt verurteilt und beschlossen, eine Delegation nach Beirut zu schicken, die an diesem Mittwoch dort eintreffen soll, um zu vermitteln.

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