London und Paris besiegeln Atom-Abkommen

Sarkozy in London

© AP

London und Paris besiegeln Atom-Abkommen

Frankreich und Großbritannien wollen künftig bei der Entwicklung und beim Bau einer neuen Generation von Atomkraftwerken zusammenarbeiten. Die Unterzeichnung eines entsprechenden Abkommens stand am Donnerstag auf dem Programm des Staatsbesuches von Präsident Nicolas Sarkozy in London.

Gipfelkonferenz
Gemeinsam mit Premierminister Gordon Brown nimmt der Gast aus Paris am frühen Nachmittag an einer französisch-britischen Gipfelkonferenz teil. Die Themen reichen von der Kooperation bei der Bekämpfung illegaler Einwanderung bis hin zum Kampf gegen den Terrorismus und zur Verstärkung des Militäreinsatzes gegen die Taliban-Extremisten in Afghanistan.

Sarkozys Frau Carla, die seit Beginn des Staatsbesuches am Vortag die Aufmerksamkeit sämtlicher britischer Medien auf sich zieht, trifft sich unterdessen mit Browns Gattin Sarah. Bei einer Wohltätigkeitsveranstaltung wollen beide First Ladies eine Initiative zugunsten schwangerer Frauen in armen Ländern unterstützen.

Neue Ära der Achse London - Paris
Brown und Sarkozy hatten am Mittwoch den Wunsch bekräftigt, die französisch-britischen Beziehungen auf eine neue Stufe zu heben. Vor beiden Kammern des britischen Parlaments hatte Sarkozy erklärt, er wünsche sich eine "neue französisch-britische Brüderlichkeit für das 21. Jahrhundert".

Großbritanniens Staatsoberhaupt, Königin Elizabeth II., erklärte bei einem Bankett am Mittwochabend auf Schloss Windsor, beide Staaten seien durch eine "auf Respekt, aber auch auf Konkurrenz beruhende Beziehung" verbunden. Das Verhältnis der beiden Länder waren unter Sarkozys und Browns Vorgängern, Jacques Chirac und Tony Blair, vom Streit um den Irakkrieg überschattet worden.

Rückflug am Abend
Am Donnerstag endet bereits die Visite des französischen Staatspräsidenten in Großbritannien. Auf dem Programm stehen am Mittag ein Treffen mit dem britischen Premier, Gordon Brown, sowie eine gemeinsame Pressekonferenz. Am Abend fliegt Nicolas Sarkozy in Begleitung seiner Ehefrau Carla Bruni zurück nach Paris.

Nicolas Sarkozy war am Mittwoch zu einem zweitägigen Staatsbesuch nach Großbritannien gereist. Das Paar wurde im Namen von Königin Elizabeth II. von Kronprinz Charles und dessen Frau Camilla am Londoner Flughafen Heathrow begrüßt.

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Verstörung wegen Nacktfoto
Überschattet ist der Besuch von einem Nacktfoto der französischen First Lady Carla Bruni , dessen Versteigerung das Auktionshaus Christie's am Montag bekanntgegeben hatte. Sarkozy wollte nämlich ursprünglich sein angeschlagenes Image als seriöser Staatsmann durch den London-Besuch aufbessern. Außerdem will er eine neue Partnerschaft mit London im militärischen und atomaren Bereich aufbauen. Am Donnerstag soll bei einem britisch-französischen Gipfel laut Medienberichten ein Abkommen zum Bau neuer Atomkraftwerke in Großbritannien unterzeichnet werden.

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Ob aus der Image-Korrektur etwas wird, ist angesichts der Nacktbild-Affäre fraglich.

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(c) Reuters

Ehepaar Sarkoszy darf in Schloss Windsor schlafen
Für Carla Bruni-Sarkozy ist es die bisher wichtigste Auslandsreise als Première Dame Frankreichs. Vor der Hochzeit hatte die Queen angeblich Bedenken, das Paar gemeinsam in einem Schlafgemach nächtigen zu lassen. Schließlich erlaubte sie, die Sarkozys in ihrem Schloss, im Buckingham Palace, einzuquartieren. Ein Protokoll, dass Queen Elisabeth II. nur zwei Staatsgästen pro Jahr gewährt.

Nacktfoto als Begrüßung
Britische Boulevardzeitungen brachten das 15 Jahre alte Aktfoto am Mittwoch groß auf ihren Seiten. "Willkommen in Großbritannien, Madame Sarkozy", schrieb die Zeitung "Daily Mirror" über das ganzseitige schwarz-weiß Foto im Innenteil. Die "Sun", das meistgelesene Blatt in Großbritannien, berichtete, dass die 40 Jahre alte Präsidentengattin "empört" über die Veröffentlichung zu diesem Zeitpunkt sei.

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