Massiver Druck auf Wähler in Simbabwe Massiver Druck auf Wähler in Simbabwe

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Massiver Druck auf Wähler in Simbabwe

Die Simbabwer haben am Freitag in einem umstrittenen zweiten Wahlgang einen neuen Präsidenten gewählt. Die örtlichen Wahlleiter begannen um 19.00 Uhr Ortszeit (MESZ) die Lokale zu schließen und die Urnen zu versiegeln. Rund 5,9 Millionen Menschen waren zur Stimmabgabe aufgerufen.

Als alleiniger Kandidat stellte sich Amtsinhaber Robert Mugabe zur Wahl, nachdem sich Oppositionsführer Morgan Tsvangirai wegen einer Gewaltwelle gegen seine Anhänger zurückgezogen hatte. Augenzeugen berichteten von massivem Druck auf die Wähler, mit dem Mugabe eine Stimmabgabe zu seinen Gunsten erwirken wollte. Wann erste Auszählungsergebnisse veröffentlicht werden, war zunächst unklar.

Der Kommissionspräsident der Afrikanischen Union, Jean Ping, zeigte sich am Freitagabend überzeugt, dass eine "glaubwürdige Lösung" für die politische Krise in Simbabwe gefunden wird. "Geben Sie uns die Zeit, darüber mit unseren Staatschefs und mit der Südafrikanischen Entwicklungsgemeinschaft zu sprechen", sagte Ping während eines Treffens der AU-Außenminister im ägyptischen Sharm el Sheikh. Als mögliche Lösung brachte Ping eine Machtteilung zwischen Mugabe und Tsvangirai ins Gespräch. In Sharm el Sheikh beginnt am Montag ein zweitägiger AU-Gipfel, bei dem es auch um die Lage in Simbabwe gehen soll.

Tsvangirai fordert internationale Ablehnung
Oppositionsführer Morgan Tsvangirai hat die internationale Gemeinschaft dazu aufgerufen, das Ergebnis der umstrittenen Präsidentschaftswahl in Simbabwe abzulehnen. "Jeder, der die Ergebnisse dieser Wahl anerkennt, verleugnet den Willen des simbabwesischen Volks", sagte Tsvangirai am Freitag während einer Pressekonferenz in seinem Haus.

Auch verhindere eine Anerkennung der Wahl einen Wandel hin zu Stabilität und Wohlstand in seinem Land, führte der Oppositionsführer von der Bewegung für einen demokratischen Wandel (MDC) fort. "Die Tatsache, dass so viele afrikanische Oberhäupter nun mit der MDC an einer anhaltenden, friedlichen Lösung für die Krise in Simbabwe arbeiten, ermutigt mich."

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