Medwedew schimpft auf Russland

Korrupt, rückständig

 

Medwedew schimpft auf Russland

Der russische Präsident Dmitri Medwedew ist mit seinem eigenen Land ungewöhnlich hart ins Gericht gegangen: In einem am Donnerstag veröffentlichten Beitrag für die Internetzeitung www.Gazeta.ru nannte der Staatschef Russland ein "zurückgebliebenes und korruptes Land" mit einer "primitiven" Wirtschaft, einer "schwachen Demokratie" und einer Bevölkerung, der es an Initiative fehle.

Russland sei es in den vergangenen 20 Jahren nicht gelungen, sich von der "erniedrigenden Rohstoffabhängigkeit" zu befreien, und seine Wirtschaft ignoriere wie zu Sowjetzeiten die Bedürfnisse des Menschen, heißt es in der "Vorwärts Russland!" betitelten Kolumne.

Medwedew rief seine Landsleute auf, gegen Korruption, Passivität und Trunkenheit anzugehen und ihr Schicksal in die eigene Hand zu nehmen statt den Staat für die eigenen Probleme verantwortlich zu machen. Er kritisierte zugleich, dass auch viele Unternehmer mehr auf Schmiergeldzahlungen setzten als nach "talentierten Erfindern" zu suchen, "einzigartige Technologien" einzuführen sowie innovative Produkte zu entwickeln und auf den Markt zu bringen.

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