Merkel dankt USA für deutsche Einheit

Unvergessen

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Merkel dankt USA für deutsche Einheit

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den USA in einer Rede vor beiden Kammern des Kongresses für die Hilfe bei der Wiedervereinigung Deutschlands gedankt. Niemals würden die Deutschen dies den Amerikanern vergessen, sagte Merkel am Dienstag in Washington. Merkel wurde mit lautem Applaus im US-Kongress begrüßt.

Auch zwischendurch erhoben sich die Senatoren und Abgeordneten mehrmals von ihren Sitzen, um Merkel zu applaudieren. Die Kanzlerin erinnerte an die Berliner Luftbrücke 1948 bis 1949 und an den Einsatz der Präsidenten John F. Kennedy und Ronald Reagan für Deutschland. Sie dankte auch US-Präsident George Bush sen., der Deutschland bereits im Mai 1989 Partnerschaft und Führung angeboten habe. Merkel erinnerte an ihre Jugend in der DDR hinter Mauern. Sie habe sich nie vorstellen können, in die USA zu reisen oder gar vor dem amerikanischen Kongress zu stehen.

Warnung vor iranischer Atombombe
Gleichzeitig warnte sie eindringlich vor einem mit Atomwaffen gerüsteten Iran. "Eine Atombombe in der Hand des iranischen Präsidenten, der den Holocaust leugnet und Israel das Existenzrecht abspricht, darf es nicht geben", so die deutsche Kanzlerin. "Die Sicherheit Israels ist für mich niemals verhandelbar", fügte sie hinzu. Merkel gedachte in Washington der Opfer des Holocaust. "Ich kann heute nicht vor Ihnen stehen, ohne (...) den Opfern der Shoah zu gedenken", sagte die Kanzlerin während einer gemeinsamen Sitzung der beiden Kammern des US-Kongresses mit Blick auf die NS-Verbrechen während des Zweiten Weltkriegs.

Einen Monat vor dem Weltklimagipfel in Kopenhagen hat Merkel außerdem von den USA "Bewegung" und einen Beitrag zum Erfolg der Konferenz gefordert. "Es besteht kein Zweifel, die Welt schaut im Dezember auf uns, Europa und Amerika", sagte sie.

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