Mindestens 21 Verletzte bei Referendum in Bolivien

Zusammenstöße

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Mindestens 21 Verletzte bei Referendum in Bolivien

Bei gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Befürwortern und Gegnern des Autonomiereferendums am Sonntag in der bolivianischen Region Santa Cruz sind mindestens 21 Menschen verletzt worden. Die schwersten Auseinandersetzungen gab es in dem Armenviertel Plan 3000 der gleichnamigen Regionalhauptstadt.

Schlägertruppe der Autonomiebewegung
"Das waren Mitglieder der (rechtsgerichteten) Union Juvenil Crucenista", sagte einer der Verletzten, Laureano Rosa Fernandez. Die bolivianische Regierung des linksgerichteten Präsidenten Evo Morales wirft der Union vor, eine Schlägertruppe der Autonomiebewegung in Santa Cruz zu sein.

Der Präsident des regionalen Wahlkomitees, Mario Parada, gab hingegen der Zentralregierung in La Paz die Schuld an den Ausschreitungen. Morales hat die Abstimmung für verfassungswidrig erklärt und will das Ergebnis ignorieren. Das nationale Wahlgericht hatte die Abstimmung für verfassungswidrig erklärt, das Wahlgericht von Santa Cruz sie dagegen zugelassen.

Weitere Referenden
In den kommenden Wochen sollen ähnliche Referenden auch in den Regionen Beni, Pando und Tarija abgehalten werden. Die Wahlbehörde räumte ein, dass es in sieben der 268 Wahlbezirke zu Störungen gekommen sei. In der Gemeinde San Julian, einer Hochburg der Anhänger von Morales, musste die Abstimmung sogar abgesagt werden, nachdem die Urnen und die Wahlzettel von Demonstranten verbrannt worden waren.

Insgesamt waren 930.000 Menschen in der bevölkerungs- und rohstoffreichsten Region Boliviens zu den Urnen gerufen. Sie sollten darüber abstimmen, ob Santa Cruz eigene Sicherheitskräfte bekommt und seine Finanzen selber verwaltet. Die Initiatoren des Referendums hoffen auf mehr Kontrolle für Santa Cruz über die großen Gasvorräte in der Region.

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