Minister bei Anschlag in Sri Lanka getötet

Bombe

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Minister bei Anschlag in Sri Lanka getötet

Bei einem Bombenanschlag in Sri Lanka ist der Minister für Verkehr und Straßenbau des Landes getötet worden. Jeyaraj Fernandopulle sei am Sonntag in der Stadt Weliveriya durch die Explosion einer Bombe ums Leben gekommen, sagte ein Regierungsvertreter in Colombo. Die Polizei verdächtigte einen Selbstmordattentäter der tamilischen Rebellen, die Tat begangen zu haben.

Bei der Gewalttat 15 Kilometer östlich der Hauptstadt sind nach Polizeiangaben zudem mindestens zehn weitere Menschen getötet worden. Demnach gab es außerdem mehrere Verletzte, darunter auch Polizeibeamte. Der Vorfall ereignete sich bei einem Radrennen im Rahmen einer traditionellen Neujahrszeremonie.

Rebellenkämpfe
In Sri Lanka kämpfen tamilische Rebellen der Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) seit Jahren um einen eigene Staat bzw. eine Autonomie. In dem seit 1983 andauernden Bürgerkrieg, der nach jahrzehntelanger Diskriminierung der tamilischen Minderheit gegenüber der singhalesischen Mehrheit begann, starben bisher etwa 70.000 Menschen.

Fernandopulle galt als Kritiker der Befreiungstiger. Der 55-Jährige hatte in der Vergangenheit an gescheiterten Friedensgesprächen mit den Rebellen teilgenommen.

Die LTTE kontrolliert Teile des Nordens der Insel. Mitte vergangenen Jahres hatte das Militär den Osten des Landes nach mehreren Jahren wieder unter Regierungskontrolle gebracht. Nach der Aufkündigung eines Waffenstillstandsabkommens mit der LTTE aus dem Jahr 2002 im Jänner hatte die Armee eine neue Offensive gegen die Rebellen begonnen. Allein heuer starben so 2.500 LTTE-Rebellen und 150 Soldaten. Ziel der srilankesischen Regierung ist es, die Tamilen-Rebellen militärisch in die Knie zwingen.

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