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Neue Offensive gegen Taliban

Aktion Hammerschlag

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Neue Offensive gegen Taliban

Die Internationale Schutztruppe ISAF und die afghanische Armee haben am Mittwoch eine neue Offensive gegen die Taliban in der südafghanischen Provinz Helmand begonnen. An der Operation "Hammerschlag" seien rund 2.500 Soldaten beteiligt, teilte die NATO-geführte ISAF mit. Ziel sei es, die radikalislamischen Aufständischen aus ihren Stützpunkten im Bezirk Gereshk zu vertreiben und eine anhaltende Präsenz von Sicherheitskräften dort zu schaffen. Die Operation sei mit der Provinzregierung abgesprochen.

Berlin will Afghanistan-Einsatz verlängern
Die deutsche Regierung hat am Mittwoch die Verlängerung des Afghanistan-Einsatzes der Streitkräfte um ein Jahr beschlossen. Dabei sollen die ISAF-Mission und der Einsatz der Tornado-Aufklärer in einem Mandat zusammengefasst werden.

Der Bundestag muss der Verlängerung noch zustimmen. Er wird darüber an diesem Donnerstag zum ersten Mal beraten. Die Schlussabstimmung im Parlament ist für den 12. Oktober geplant. Eine große Mehrheit gilt als sicher.

Getrennt davon wird der Bundestag erst im November über die weitere Beteiligung an der Operation "Enduring Freedom" beraten. Sie ist bis ins Regierungslager hinein umstritten. Auch bei den regierenden Sozialdemokraten wird kritisiert, die Terror-Bekämpfung fordere zu viele zivile Opfer.

Kritik von UN-Sondergesandten
Der UN-Sondergesandte für Afghanistan, der Deutsche Tom Koenigs, kritisierte in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa in Kabul, es sei "absurd", wenn die Bundeswehr bei insgesamt 250 000 Soldaten ihre Kapazitäten wegen 3000 Mann in Afghanistan als "leicht überbeansprucht" bezeichne.

Die Europäer könnten nicht die Amerikaner kritisieren, die die Hauptlast in Afghanistan trügen, und zugleich ein stärkeres Engagement in der internationalen Schutztruppe ISAF ablehnen.

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