Neuer Taser kann mehrmals schießen

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Neuer Taser kann mehrmals schießen

Eine neue Elektroschockwaffe kann mehr Schüsse ohne Nachladen abfeuern. Mit der von Taser International am Montag in den USA vorgestellten Waffe kann drei mal hintereinander geschossen werden. Damit könnte auch ein verfehltes Ziel oder weitere Personen schnell getroffen werden, hieß es. Die bisherigen Modelle, die in den Vereinigten Staaten von den Sicherheitsbehörden genutzt werden, können nur einen Schuss ohne Nachladen abfeuern.

Stromschlag
Die auch Taser genannten Waffen feuern zwei Projektile ab, an denen isolierte Drähte angebracht sind, über die einer getroffenen Person mehrere Sekunden lang ein Stromschlag von etwa sechs Watt zugefügt werden. Damit kann ein Verdächtiger aus einer Distanz von etwa zehn Metern vorübergehend immobilisiert werden. Die Waffen sind jedoch höchst umstritten.

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International sagt, dass Taser in den USA seit Juni 2001 bei 351 Todesfällen eine Rolle gespielt haben, darunter beim Tod von zwei Minderjährigen in diesem Jahr. Zudem warnt Amnesty, die angeblich nicht-tödliche Waffe lasse bei Polizisten die Hemmschwelle sinken, abzudrücken. Menschenrechtsorganisationen erklären auch, der Taser-Beschuss könne zu Herzproblemen führen. Das Unternehmen weist jedoch darauf hin, von bisher 97 gegen es angestrengten Prozessen 96 gewonnen zu haben. Im 97. Fall laufe ein Berufungsverfahren noch.

Fekter ließ Taser wieder zu
In Österreich hat die damalige Justizministerin Maria Berger (S) im vergangenen Jahr den Einsatz von Tasern im Strafvollzug ausgesetzt. Sie reagierte damit auf heftige Kritik von Menschenrechtsorganisationen und des UNO-Ausschusses gegen Folter. Für Aufsehen sorgte wenige Monate später der Einsatz des Elektroschockgeräts gegen einen tschetschenischen Asylbewerber durch die Polizei-Sondereinheit "Cobra". Auch Innenministerin Maria Fekter (V) hat in Sachen Taser keine Berührungsängste. Im Vergleich zu einem Schlagstock sei der Elektroschocker das gelindere Mittel, sprach sich Fekter im vergangenen Dezember für eine neuerliche Prüfung des Einsatzes von Tasern aus.

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