Niederländische Soldaten töten eigene Kameraden

Afghanistan

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Niederländische Soldaten töten eigene Kameraden

In Afghanistan haben niederländische Soldaten offenbar zwei ihrer Kameraden bei Gefechten mit Taliban-Rebellen getötet. Die NATO-Truppen hätten sich den Aufständischen von zwei Seiten unter heftigem Beschuss genähert, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Den Haag am Sonntag.

Friendly Fire
Die Lage sei unüberschaubar gewesen, weil die Aufständischen bei schlechter Sicht die niederländischen Reihen durchquert hätten. Das Ministerium bezeichnete es deshalb als "sehr wahrscheinlich", dass die beiden Niederländer im Alter von 20 und 22 Jahren durch Feuer der eigenen Leute ums Leben gekommen seien.

Bei weiteren Kämpfen töteten Niederländer demnach zudem zwei verbündete einheimische Soldaten. Die Afghanen hätten keine Armeeuniformen getragen und sich bei der Annäherung auffällig verhalten, erklärte der Sprecher. Die niederländischen Rekruten seien beschossen worden und hätten gerade einem verwundetem Kameraden geholfen. Seine Beine wurden den Angaben zufolge später amputiert.

Die Zwischenfälle ereigneten sich bereits am Samstag nahe der südafghanischen Stadt De Rawod. Zunächst hatte die Regierung in Den Haag jedoch keine Angaben zu den Schützen gemacht. In der Region erkunden mehrere Hundert niederländische und afghanische Soldaten laut Behörden Rückkehrmöglichkeiten für Flüchtlinge.

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