Nordkorea bereitet Start eines Satelliten vor

Rüstungsprogramm?

Nordkorea bereitet Start eines Satelliten vor

Nordkorea will nach eigenen Angaben in Kürze einen eigenen Kommunikationssatelliten ins All schießen. Die Vorbereitungen für den Start einer Rakete vom Raumfahrtzentrum in Donghae seien im vollen Gange, heißt es in einer am Dienstag von der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA veröffentlichten Erklärung des nationalen Raumfahrtkomitees.

Geheimes Rüstungsprogramm?
Die Rakete soll demnach den Satelliten Kwangmyongsong-2 auf eine Umlaufbahn bringen. Ein genauer Termin für den Start wurde nicht genannt. Die USA und Südkorea werfen dem Norden vor, unter dem Deckmantel seines Satellitenprogramms auch Tests mit Mittel- und Langstreckenraketen vorzubereiten.

Bereits 1998 hatte das stalinistische Regime den erfolgreichen Start eines eigenen Satelliten verkündet. Kurz darauf löste Nordkorea mit dem Abschuss einer Langstreckenrakete vom Typ Taepodong-1 eine internationale Krise aus. Diese flog über Teile Japans, bevor sie in den Pazifik stürzte.

"Provokationen" unterlassen
Südkorea und die USA verdächtigen Nordkorea auch, heimlich an der Entwicklung einer Rakete zu arbeiten, die theoretisch sogar Alaska erreichen könnte. US-Außenministerin Hillary Clinton hatte Nordkorea vergangene Woche bei einem Besuch in Südkorea aufgerufen, "Provokationen" zu unterlassen. Dies scheint das Land zu ignorieren: Nach Angaben aus Seoul verstärkte Nordkorea seine Armee und stationierte neue Mittelstreckenraketen.

Der Satellit Kwangmyongsong-2 soll laut KCNA von der Ostküste aus mit einer Rakete des Typs Unha-2 in den Orbit befördert werden. "Wenn der Satellit erfolgreich gestartet ist, wird die Raumfahrttechnologie unseres Landes einen weiteren großen Schritt in Richtung einer wirtschaftlichen Macht unternehmen", wurde ein Vertreter des Koreanischen Komitees für die Raumfahrttechnologie zitiert. Vor mehr als einer Woche hatte Nordkorea über Pläne für einen neuen Raketenstart im Rahmen der Weltraumforschung berichtet.

Die Regierung in Pjöngjang verhandelt seit 2003 in den sogenannten Sechser-Gesprächen mit Südkorea, den USA, Japan, China und Russland über einen Abbau seiner Atomanlagen. Die Verhandlungen stecken aber seit Monaten in einer Sackgasse, weil nicht klar ist, wie die nordkoreanische Abrüstung unabhängig überprüft werden soll.

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