Nach Russland

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"Norwegerin des Jahres" abgeschoben

Kurz nach ihrer Wahl zur "Norwegerin des Jahres" ist die 25-jährige Maria Amelie am Montag als illegale Zuwanderin in ihre russische Heimat abgeschoben worden. Verbleib oder Ausweisung der seit sieben Jahren ohne Aufenthaltsgenehmigung in Norwegen lebenden Russin galt seit einer Woche als wichtigstes innenpolitisches Thema. Möglicherweise kann die landesweit bekannte junge Frau in absehbarer Zeit nach Norwegen zurückkehren. Denn die Regierung von Ministerpräsident Jens Stoltenberg kündigte als Reaktion auf zahlreiche Demonstrationen für die Ausgewiesene am Wochenende entsprechende Sonderreglungen an.

Bestseller über Schicksal "papierloser Flüchtlinge"
Im Dezember hatte die Technik-Zeitschrift "Ny Tid" Amelie für ihre herausragende Leistungen bei der Integration zur "Norwegerin des Jahres" gewählt. Die als Nadina Salamowa in Nordossetien zur Welt gekommene Russin war mit ihren Eltern vor der Bedrohung durch Schuldeneintreiber der Mafia 2002 nach Norwegen geflüchtet und nach Ablehnung der Asylanträge illegal im Land geblieben. Sie konnte das Gymnasium erfolgreich besuchen, machte an der Universität Trondheim ihren Master und schrieb im vergangenen Jahr einen Bestseller über das Leben der Familie als "papierlose Flüchtlinge".

Mitte Jänner ließen die Osloer Behörden die junge Frau während eines Vortrags in einer Schule in Lillehammer festnehmen und verfügten ihre umgehende Ausweisung. Nach dem massiven Druck aus der Öffentlichkeit will die Regierung nun gesetzliche Regeln neu fassen, damit Amelie trotz Verletzung der Zuwanderungsbestimmungen nach Norwegen zurückkehren kann. Bedingung ist, dass sie ein Arbeitsverhältnis und gültige russische Papiere vorweisen kann. Einen Vertrag mit einer Zeitschrift hat sie bereits.

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