Obama sagt weniger Abtreibungen zu

Papstbesuch

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Obama sagt weniger Abtreibungen zu

US-Präsident Barack Obama hat am Freitagnachmittag seinen ersten Besuch im Vatikan absolviert. "Es ist mir eine große Ehre. Thank you so much", begrüßte Obama Papst Benedikt XVI. strahlend und mit einem langen Händedruck. Rund 40 Minuten dauerte die Unterredung.

Unter anderem ging es das sensible Thema Abtreibungen. Laut Vatikan sagte Obama dem Papst dabei eine Verringerung der Zahl der Abtreibungen in den USA zu. Obama habe versichert, "alles Mögliche zu tun", um die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche in den USA zu senken, sagte Vatikansprecher Federico Lombardi am Freitag.

Zuvor hatte es Kontroversen bei eben diesen Themen zwischen dem Weißen Haus und dem Vatikan gegeben. Obama hatte kurz nach seinem Amtsantritt im Jänner einen liberaleren Kurs bei den Bestimmungen zu Abtreibung und Stammzellforschung als sein Vorgänger George W. Bush eingeschlagen. Als erste Amtshandlung als Präsident hob er eine Verordnung auf, die Finanzhilfen für internationale Organisationen untersagte, die Abtreibungen unterstützen oder ausführen. Der Vatikan hatte ihn deswegen mehrfach scharf kritisiert.

Im Mittelpunkt der Privataudienz seien Themen wie die Weltwirtschaftskrise und die Situation im Nahen Osten, aber auch die Entwicklungspolitik in Afrika und Südamerika sowie die internationale Bekämpfung des Drogenhandels gestanden, gab der Heilige Stuhl in einer Pressemitteilung bekannt.

Auch Michelle und Kinder beim Papst
Zum Abschluss des Treffens wurde die First Lady Michelle Obama in die päpstliche Privatbibliothek geleitet und Benedikt XVI. vorgestellt. Auch die beiden Kinder des Ehepaars sowie die Schwiegermutter des Präsidenten konnten am Ende der Audienz den Papst begrüßen, allerdings abseits der Fernseh-Kameras. Michelle Obama war bereits eine Stunde vor ihrem Mann mit den beiden Kindern im Vatikan eingetroffen, um die Vatikanischen Museen zu besuchen.

Zwölfter US-Präsident im Vatikan
Obama ist der zwölfte US-Präsident, der den Papst im Vatikan aufsucht; der erste war 1919 Woodrow Wilson.

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