Obamania am Rhein

Staatsbesuch

Obamania am Rhein

Michelle und Barack Obama machen beim ersten Besuch nach der Vereidigung des neuen US-Präsidenten in Europa ihrem Ruf als modische Trendsetter alle Ehre. Bei milden 13 Grad verzichtete der 47 Jahre alte Obama bei der Ankunft in Straßburg auf einen Mantel. Seine Frau (45) trug spitze schwarze Lackschuhe mit kleinem Absatz. "First Lady der Mode" wird sie in den USA genannt.

Treffen der Stil-Ikonen
Carla (41), die Frau von Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy (54), entstieg mit offenem Haar und in knielangem grauen Mantel der Limousine vor dem Rohan-Schloss direkt am Straßburger Münster. Wie fast immer bei Auftritten mit ihrem Mann hatte das ehemalige Model flache Schuhe gewählt, um den Größenunterschied von etwa zehn Zentimetern nicht noch zu betonen. US-Außenministerin Hillary Clinton (61) fiel durch einen grell-pinkfarbenen Blazer auf, den sie mit einer schwarzen Hose kombinierte.

Menge jubelt
Trotz einer offiziellen Weisung, ruhig zu bleiben, brachen die ausgesuchten französischen Zuschauer beim Empfang des US-Präsidentenpaares in Jubel aus. "Obama, Obama", schallte es über den Platz. Einige Zuschauer schwenkten trotz Verbots kleine US-Flaggen. Sängerin Carla Sarkozy und First Lady Michelle begrüßten sich herzlich mit Küsschen auf die Wangen. Obama drückte Sarkozys Frau nur die Hand - während Sarkozy Michelle Obama mit den üblichen französischen Küsschen empfing.

Michelle trifft Sauer
Auf dem Programm von Michelle Obama stand am Nachmittag unter anderem ein einstündiges Treffen mit dem Mann von Bundeskanzlerin Angela Merkel, Joachim Sauer. Merkel wollte währenddessen ein Gespräch mit dem US-Präsidenten führen.

Einblicke in Seele
Bei seinem Auftritt vor rund 3.000 Schülern und Studenten hat Obama auch einige Einblicke in seine private Gefühlswelt gewährt. Sein Amt bringe manchen Verzicht mit sich, sagte er auf die Frage einer Studentin aus Heidelberg. Früher sei er bei Reisen in Europa gern shoppen gegangen oder habe es genossen, bei einem Glas Wein den Passanten zuzusehen.

Nun werde er immer von Leibwächtern begleitet und müsse sich in Hotels verschanzen. "Man verliert an Freiheit, das ist frustrierend". Auch hätten ihm während des langen Wahlkampfes seine "wunderbare Frau" und seine kleinen Töchter gefehlt, sagte Obama. Bereut habe er seine Kandidatur aber nicht, versicherte der US-Präsident.

Am Samstag war in Straßburg ein gesondertes Damenprogramm geplant: Gemeinsam wollten die Partner der Staats- und Regierungschefs unter anderem das Straßburger Münster und ein Krebsforschungsinstitut besuchen.

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