Oberstes US-Gericht entscheidet über Giftspritze

Überraschung

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Oberstes US-Gericht entscheidet über Giftspritze

Der Oberste Gerichtshof in den USA wird sich mit der Rechtmäßigkeit von Giftspritzen bei der Vollstreckung der Todesstrafe befassen. Er ließ am Dienstag eine Beschwerde von zwei zum Tode Verurteilten aus dem US-Bundesstaat Kentucky zu, die diese Tötungsmethode für verfassungswidrig halten. In der Vergangenheit hatte das Gericht mehrere ähnliche Beschwerden zurückgewiesen. Nun will es sich Anfang 2008 doch mit der Frage befassen.

Die Giftspritze kommt seit Ende der 90er Jahre bei fast allen Hinrichtungen in den USA zum Einsatz. Die Methode, bei der der Todeskandidat zunächst per Injektion betäubt wird, bevor ein zweites Gift seine Muskeln lähmt und die dritte das Herz zum Stillstand bringt, gilt als sanft, aber fehleranfällig. Wissenschaftliche Studien und mehrere fehlgeschlagene Hinrichtungen zeigten, dass die Wirkungen der beiden letzten Injektionen im Falle einer falschen Dosierung der ersten extrem schmerzhaft sind. Das Risiko dieser Leiden entspricht nach Ansicht der Häftlinge, die die Beschwerde eingereicht haben, einer von der Verfassung untersagten "grausamen und ungewöhnlichen Bestrafung".

Hinrichtung in Texas
In Texas ist am Dienstag ein verurteilter Mörder und Vergewaltiger mit der Giftspritze hingerichtet worden. Der 49-jährige Mann vergewaltigte im Jahr 1986 eine 53 Jahre alte Mutter von sieben Kindern und erschoss sie. Er hatte die Tat zugeben, allerdings bis zuletzt beteuert, der Schuss habe sich versehentlich aus der Waffe gelöst.

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