Österreich hörte Ahmadinejad zu

UN-Vollversammlung

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Österreich hörte Ahmadinejad zu

Im Gegensatz zu einer Reihe westlicher Delegationen sind die Vertreter Österreichs bei der UN-Vollversammlung in New York während der Rede des iranischen Präsidenten Mahmoud Ahmadinejad im Sitzungssaal geblieben. Das berichtete das Frühjournal des Ö1-Radios am Donnerstag.

Neben den USA verließen von europäischer Seite am Mittwoch nach Angaben aus Diplomatenkreisen Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien, Dänemark und Ungarn den Saal. Auch die Delegationen aus Argentinien, Costa Rica, Australien und Neuseeland zogen sich zurück. Die israelische Delegation hatte die Rede Ahmadinejads von vornherein boykottiert.

"Es ist enttäuschend, dass Herr Ahmadinejad einmal mehr hasserfüllte, beleidigende und antisemitische Rhetorik gewählt hat", erklärte der Sprecher der US-Vertretung bei den Vereinten Nationen, Mark Kornblau.

Ahmadinejad griff in seiner Rede Israel scharf an, wobei er das Land nie beim Namen nannte, sondern nur vom "zionistischen Regime" sprach. Er warf Israel unter anderem "unmenschliche Politik" gegenüber den Palästinensern vor. Diese seien Opfer von "Völkermord". Den Juden warf der umstrittene iranische Präsident vor, "eine neue Form der Sklaverei" aufbauen zu wollen. Dabei würden sie versuchen, die USA und die Europäer für ihre Zwecke einzuspannen.

Der iranische Präsident hatte erst in der vergangenen Woche für weltweite Empörung gesorgt, als er in einer Rede in Teheran erneut den Holocaust leugnete.

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