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Österreich in UNO-Sicherheitsrat gewählt

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Österreich in UNO-Sicherheitsrat gewählt

Bei der geheimen Abstimmung konnte sich Wien schon beim ersten Durchgang mit 133 Stimmen durchsetzen.

Zusammen mit Österreich wird auch die Türkei als nicht ständiges Mitglied in den Sicherheitsrat einziehen. Bei der Abstimmung in der UNO-Vollversammlung erzielte die Türkei 151 Stimmen. Der dritte Mitbewerber um die beiden frei gewordenen Sitze für die Gruppe "Westeuropäische Länder und andere", Island, blieb mit 87 Stimmen unter der erforderlichen Anzahl.

Österreich hatte bereits in den Jahren 1973/74 und 1991/92 einen Sitz als nicht ständiges Mitglied im Sicherheitsrat inne gehabt.

Bei der Abstimmung am Freitag wurden außerdem Japan, Mexiko und Uganda für die Sitzungsperiode 2009/10 in das höchste UNO-Gremium gewählt. Der Iran, der sich ebenfalls beworben hatte, unterlag in der Abstimmung.

Bundespräsident Fischer zufrieden
"Die gemeinsamen Anstrengungen in dieser Angelegenheit haben sich gelohnt und zeigen, dass es vernünftig ist wichtige Ziele auf der Basis gemeinsamer Anstrengungen in Angriff zu nehmen", hat Bundespräsident Heinz Fischer am Freitag - offenbar mit Blick auf die heimische Regierungsbildung - die Wahl Österreichs in den UNO-Sicherheitsrat begrüßt.

Österreich werde als eines der zehn nichtständigen Mitglieder im Weltsicherheitsrat "mit großem Verantwortungsbewusstsein agieren und dabei die Sicherung des Weltfriedens und das Prinzip der friedlichen Konfliktlösung an die Spitze der Prioritätenliste setzen", hieß es in der Aussendung.

Plassnik: "Großer Vertrauensbeweis"
"Österreich hat es geschafft!", hat Außenministerin Ursula Plassnik (V) am Freitag unmittelbar nach der Wahl Österreichs in den UNO-Sicherheitsrat gejubelt. Sie sprach von einem "beeindruckenden Vertrauensbeweis" der internationalen Staatengemeinschaft, die Österreich bei der 52. Vollversammlung als eines von fünf neuen nicht-ständigen Mitgliedern für die Periode 2009/2010 in das wichtigste Gremium der Vereinten Nationen gewählt hat.

Österreich habe Anerkennung als "verlässlicher, aktiver und verantwortungsvoller Partner der Weltgemeinschaft" erfahren, dankte die Außenministerin in einer Aussendung jenen 133 Staatenvertretern, die für Wien stimmten. Die Entscheidung am Freitag sei auch eine Ermutigung für alle, die sich für den Multilateralismus engagierten, sagte Plassnik. "Wenn wir die Gestaltung der Welt nicht den Großen überlassen wollen, müssen gerade mittlere Staaten wie Österreich bereit sein, konkrete Verantwortung zu übernehmen."

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