Opposition übernahm Macht in Madagaskar

Nach eigenen Angaben

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Opposition übernahm Macht in Madagaskar

In Madagaskar hat die Opposition nach eigenen Angaben die Macht übernommen. Präsident Marc Ravalomanana, die Regierung sowie Parlament und Senat seien von ihren Pflichten entbunden worden, erklärte Oppositionspolitiker Roindefo Zafitsimivalo Monja. Die Opposition sei in die verlassenen Büros der Regierung sowie des Präsidenten eingezogen und übe nun die Macht aus. Monja verlas eine von Oppositionsführer Andry Rajoelina unterzeichnete Erklärung, in der Präsidentschafts- und Parlamentswahlen innerhalb der kommenden zwei Jahre angekündigt wurden.

Übergangs-Staatsspitze fixiert
Monja bezeichnete sich als Ministerpräsident einer Übergangsregierung unter der Führung Rajoelinas. Er trat gemeinsam mit weiteren von der Opposition ernannten Ministern sowie in Begleitung von rund 30 Armeevertretern auf. Rajoelina selbst zeigte sich kurz darauf vor tausenden Anhängern in der Hauptstadt Antananarivo. Der Oppositionsführer hatte sich in den vergangenen Tagen aus Angst vor einer Verhaftung versteckt gehalten.

Die Opposition forderte das Oberste Verfassungsgericht des Inselstaates im Indischen Ozean auf, die Amtsenthebung von Präsident Ravalomanana, seiner Regierung sowie der beiden Parlamentskammern zu bestätigen.

Revolution mit über 100 Toten
In Madagaskar liefern sich Präsident Ravalomanana und Oppositionsführer Rajoelina bereits seit Mitte Dezember einen Machtkampf. Seit Ende Jänner kamen bei gewaltsamen Auseinandersetzungen mehr als hundert Menschen ums Leben. Rajoelina, ehemaliger Bürgermeister der Hauptstadt Antananarivo, wirft der Regierung vor, den Reichtum des Landes an ausländische Firmen zu verschleudern. Außerdem bezichtigt er den Präsidenten diktatorischer Methoden.

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