Oppositionelle Konservative siegen in Litauen

Wahlen in Litauen

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Oppositionelle Konservative siegen in Litauen

Die bisher in Opposition befindlichen Konservativen in Litauen können laut einer Wählerbefragung mit dem Sieg bei der Parlamentswahl am Sonntag rechnen. Der kurz nach Schließen der Wahllokale veröffentlichten Umfrage zufolge konnten die Konservativen mit ihrem Spitzenkandidaten Andris Kubilius in der ersten Runde der Parlamentswahlen am Sonntag rund 21 Prozent der Stimmen auf sich vereinigen.

An zweiter Stelle dürfte demzufolge die populistische Partei "Für Gerechtigkeit und Ordnung" von Ex-Präsident Rolandas Paksas landen. Erst an dritter Stelle folgen die regierenden Sozialdemokraten von Ministerpräsident Gediminas Kirkilas.

Auch Showmaster-Partei stark
Nach den mit knapp 14 beziehungsweise 13,2 Prozent relativ knapp beisammen liegenden Paksas-Populisten und den Sozialdemokraten folgen laut der im Auftrag der baltischen Nachrichtenagentur BNS durchgeführten Nachwahlbefragung die neue Partei des TV-Produzenten und Showmasters Arunas Vaitiekunas ("Partei der nationalen Wiederauferstehung") mit 11,2 Prozent und die ebenfalls populistische Arbeitspartei (10,8 Prozent).

Die bisherigen Koalitionspartner von Kirkilas, die liberale "Neue Union" sowie die Bauernpartei, dürften dagegen an der Fünf-Prozent-Hürde für den Einzug ins Parlament scheitern. Diese Parteien könnten jedoch durch Direktmandate aus den 71 Einer-Wahlkreisen dennoch auch im nächsten Parlament vertreten sein. In den meisten der Einer-Wahlkreise wird am 26. Oktober eine Stichwahl zwischen den beiden bestplatzierten Kandidaten erwartet. Dort ist zur Wahl eine absolute Mehrheit der Stimmen erforderlich. 70 Mandate werden nach dem Verhältniswahlrecht vergeben.

Wahlbeteiligung sehr niedrig
Die Wahlbeteiligung dürfte eher niedrig gewesen sein. Sie lag eine Stunde vor Wahlschluss - um 19.00 Uhr (Ortszeit) - bei 42,37 Prozent.

Über den Ausgang des ebenfalls am Sonntag abgehaltenen Referendums über die von der Regierung gegen den Willen der EU angestrebte Betriebsverlängerung des Atomkraftwerks Ignalina gab es nach Wahlschluss vorerst noch keine Umfragen oder Hochrechnungen.

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