Papst grüßt Österreich aus der Luft

Tschechien-Reise

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Papst grüßt Österreich aus der Luft

Beim Überfliegen österreichischen Territoriums schickte der Papst eine Grußbotschaft an Bundespräsident Heinz Fischer. „Auf der Reise zu meinem Pastoralbesuch in der Tschechischen Republik überfliege ich das Hoheitsgebiet der Republik Österreich“, hieß es in der Botschaft. „Dies ist mir ein willkommener Anlass, Ihnen, verehrter Herr Bundespräsident, und dem ganzen österreichischen Volk herzliche Grüße zu senden. Der Herr schenke Ihnen allen seinen Segen“, schrieb Benedikt XVI.

Besuch zum Jahrestag der „Samtenen Revolution“
Dann landete der päpstliche Alitalia-Airbus zu Mittag auf dem Prager Flughafen Ruzyne. Das Kirchenoberhaupt wurde vom tschechischen Staatspräsidenten Vaclav Klaus, dem Prager Erzbischof Kardinal Miloslav Vlk und Jan Graubner, dem Vorsitzenden der Tschechischen Bischofskonferenz, begrüßt.

Unmittelbar nach der Landung hielt der Papst eine kurze Ansprache, die er mit einigen Sätzen auf Tschechisch begann, wofür er den begeisterten Beifall der Anwesenden erhielt. In englischer Sprache erklärte er dann, er sei nach Tschechien gekommen, um „gemeinsam mit Ihnen die christliche Tradition wiederzuentdecken“.

Ohne Gott wisse man nicht, welchen Weg man gehen soll. Mit Gott finde man die Hoffnung und die Möglichkeit eines würdigen Lebens. Der Papst wies auch darauf hin, dass er im Jahr des 20. Jahrestages der „Samtenen Revolution“ in die ehemaligen Tschechoslowakei gekommen sei. Der Fall des Eisernen Vorhangs 1989 sei ein „Scheidepunkt der Weltgeschichte“ gewesen. Gleichzeitig warnte er, dass man die Folgen der kommunistischen Unterdrückung nicht unterschätzen dürfe.

Berlusconi kam überraschend
Der Abflug des Papstes in Rom verzögerte hatte sich wegen einer außerplanmäßigen Begegnung mit Premier Silvio Berlusconi um 25 Minuten verzögert. Italiens Regierungschef war nach seiner Rückkehr vom G-20-Gipfel in Pittsburgh kurz zuvor in Ciampino gelandet und hatte die Gelegenheit für eine persönliche Begrüßung des Papstes genutzt.

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Nach Angaben von Vatikansprecher Federico Lombardi dauerte die Unterredung zwischen dem Papst und dem Politiker nur wenige Minuten. Berlusconi steht u. a. wegen seiner privaten Affären und wegen seiner harten Migrationspolitik seit Monaten in einem schwierigen Verhältnis zur Kirche.

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