Pentagon-Chef Gates übt Einigkeit mit London

Antrittsbesuch

© (c) AP/ Virginia Mayo

Pentagon-Chef Gates übt Einigkeit mit London

Bei seinem Antrittsbesuch bei der NATO in Brüssel hat US-Verteidigungsminister Robert Gates angebliche Differenzen zwischen Washington und London über ihr Engagement im Irak verneint. Großbritannien plane zwar eine Reduzierung seiner Truppen in der südirakischen Stadt Basra, sagte Gates nach einem Treffen mit NATO-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer in Brüssel. Die Situation im Süden sei aber sehr verschieden von der in Bagdad. Insofern gebe es auch unterschiedliche Antworten darauf.

US-Präsident George W. Bush hatte erst vor wenigen Tagen eine vorübergehende Aufstockung der US-Truppen vor allem in Bagdad angekündigt, um der Lage Herr zu werden.

Hauptthemen: Afghanistan und Irak
Bei den Brüsseler Gesprächen von Gates, der tags zuvor mit dem britischen Premierminister Tony Blair und seinem britischen Amtskollegen Des Browne beraten hatte, ging es auch um Afghanistan und den Iran. Ein Erfolg in Afghanistan habe Priorität für die USA, sagte der neue Pentagon-Chef. Taliban und andere Aufständische hatten im vergangenen Jahr ihre Anschläge und Angriffe auf einheimische und internationale Truppen deutlich verstärkt. Gates äußerte sich besorgt über eine neue Taliban-Offensive in diesem Frühjahr, die durch das milde Wetter begünstigt werden könnte.

Gates bezeichnete einen Erfolg des NATO-Einsatzes in Afghanistan als "Top-Priorität" des Bündnisses. Von den Verbündeten verlangte er bei seinem Antrittsbesuch in der NATO-Zentrale am Montag in Brüssel Pflichterfüllung in Afghanistan. Auch NATO-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer sagte: "Es ist wichtig, dass die NATO ihre Leistung erbringt und den Erwartungen gerecht wird."

Erfolg ist "Top-Priorität"
Es ist wichtig, dass die NATO-Mitglieder jene Verpflichtungen erfüllen, die sie den anderen Bündnispartnern gegenüber übernommen haben", betonte Gates. Er nannte jedoch keine Länder, die seiner Ansicht nach in Afghanistan mehr Einsatz zeigen müssen. "Die NATO  wurde in der Überzeugung gegründet, dass wir gemeinsam stärker sind als alleine. Der Einsatz in Afghanistan zeigt das Potenzial der neuen NATO. Der Erfolg in Afghanistan ist unsere Top-Priorität." Afghanistan benötige sowohl ein militärisches als auch ziviles Engagement.

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