Prag berät über US-Raketenabwehr

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Prag berät über US-Raketenabwehr

Der tschechische Sicherheitsrat hat Pläne der USA für die Errichtung eines Raketenabwehrsystems in Mitteleuropa einen Schritt vorangebracht. Das Gremium habe der Eröffnung von Verhandlungen über die Einrichtung einer Radarstation zugestimmt, sagte Staatspräsident Vaclav Klaus am Mittwoch in Prag.

Parlamentsdebatten
Von entscheidender Bedeutung seien nun die Debatten in den beiden Kammern des Parlaments. Regierungschef Mirek Topolanek sagte, die Verhandlungen und die Ratifizierung würden etwa ein Jahr dauern. Das Projekt bedeute nicht nur mehr Sicherheit für Tschechien, sondern auch für seine Verbündeten.

Die USA hatten Tschechien und Polen gebeten, für das Raketenabwehrsystem der Errichtung einer Radaranlage und der Aufnahme von Abfangjägern zuzustimmen. Damit wollen sich die Vereinigten Staaten gegen einen möglichen Angriff aus Nordkorea oder den Iran rüsten.

Russland entrüstet
Der Kommandeur der russischen Weltraumtruppen, General Wladimir Popowkin sagte, die US-Pläne stellten "eine eindeutige Bedrohung für Russland" dar. Eine Radarstation in Tschechien könne die Aktivitäten der Raketenstellungen in Zentralrussland und der russischen Nordmeerflotte überwachen. Ein Standort im NATO-Land Türkei wäre dagegen kein Problem und läge zudem näher am Iran, sagte der General. Klaus will im April mit dem russischen Präsident Wladimir Putin zusammenkommen, um über die Befürchtungen in Moskau zu reden.

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