Rakete tötet sechs Menschen in Pakistan

Blutiger Hindukusch

 

Rakete tötet sechs Menschen in Pakistan

Durch eine Rakete sind in der pakistanischen Region Südwaziristan am Montag in der Früh mindestens sechs Menschen getötet worden. Die Rakete habe ein Haus nahe einer Moschee in dem Dorf Azam Warsak getroffen, sagte ein Sicherheitsbeamter. Demnach wurden zudem drei weitere Menschen verletzt. Es sei unklar, ob der Beschuss durch die radikal-islamischen Taliban oder US-Truppen erfolgte.

Anrainer sagten allerdings, sie hätten vor der Detonation Fluggeräusche gehört. Das getroffene Haus habe einem lokalen Stammesvertreter gehört. Demnach soll es als Anlaufpunkt für islamistische Kämpfer gedient haben. Wie Mitarbeiter des pakistanischen Geheimdienstes gingen auch die Anrainer davon aus, dass die USA hinter dem Angriff stehen. Das pakistanische Militär wollte die Vorfälle nicht kommentieren.

Laut Angaben eines Gemeindienstmitarbeiters handelt es sich bei den Toten um drei pakistanische Stammesmänner und drei Personen aus dem Ausland. Die US-geführten Koalitionstruppen in Afghanistan beschossen in der Vergangenheit wiederholt Ziele in dem angrenzenden pakistanischen Stammesgebiet. Dafür benutzten sie in den vergangenen Jahren mehrmals unbemannte Flugzeuge. So wurde zum Beispiel im Jänner ein ranghoher Anführer des Terrornetzwerks Al-Kaida getötet. Die Stammesgebiete im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet gelten als Rückzugsgebiet von von Taliban- und Al-Kaida-Kämpfern.

Der pakistanische Ministerpräsident Yousaf Raza Gilani befand sich zeitgleich auf einer Reise in den USA. Dort wollte er am Montag auch mit US-Präsident George W. Bush zusammentreffen, um über den Kampf gegen den Terrorismus zu sprechen.

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