Raketenstart wegen Wetter verschoben

Nordkorea

Raketenstart wegen Wetter verschoben

Schlechtes Wetter hat Nordkorea offenbar unmittelbar vor dem Abschuss einer Langstreckenrakete einen Strich durch die Rechnung gemacht. "Wir dachten, der Start würde heute sein, aber die Wetterbedingungen an der Raketenbasis könnten nicht sehr günstig gewesen sein", zitierte die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap am Samstag einen südkoreanischen Regierungsvertreter.

Nordkoreas staatliche Nachrichtenagentur KCNA hatte kurz zuvor gemeldet, die Vorbereitungen für den Start seien abgeschlossen und der Satellit, der mit der Rakete ins All gebracht werden soll, werde schon bald starten. Südkorea, Japan und die USA vermuten dahinter allerdings den Test einer Rakete vom Typ Taepodong-2, die die größte Reichweite im nordkoreanischen Arsenal hat. Damit würde das kommunistische Land gegen UN-Resolutionen verstoßen.

Start zwischen Samstag und Mittwoch
Nordkorea hat für den Start einen Zeitraum von Samstag bis Mittwoch angeben. Der Take-Off ist jeweils zwischen 04:00 Uhr und 09:00 Uhr MESZ angepeilt. Am Samstag war der Himmel über der nordkoreanischen Raketenbasis südkoreanischen Wetterberichten zufolge aber meist bewölkt. Zudem herrschte starker Wind. Leicht bessere Wetterbedingungen mit weniger Wind werden für Sonntag und Montag erwartet. Experten zufolge braucht Nordkorea beim Start klare Sicht, um die Flugbahn der Rakete besser verfolgen zu können. Bei ihrem einzig bekannten Testflug im Jahr 2006 explodierte die Taepodong-2 rund 40 Sekunden nach dem Start.

Angemessene Schritte der USA
US-Präsident Barack Obama hatte am Freitag beim NATO-Gipfel in Straßburg erklärt, die USA würden zusammen mit ihren Partnern angemessene Schritte unternehmen, um Nordkorea wissen zu lassen, dass das Land nicht ungestraft die Sicherheit und Stabilität anderer Staaten bedrohen könne. Japan hat Kriegsschiffe in Stellung gebracht, um Teile der Rakete - nicht aber sie selbst - abzuschießen, sollte die Gefahr bestehen, dass sie auf japanisches Gebiet stürzen. Auch die USA haben Schiffe in die Gegend entsandt.

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