Religionsminister fordert Tötung Nasrallahs

Israel

© REUTERS/Handout

Religionsminister fordert Tötung Nasrallahs

Der vor kurzem neu ernannte israelische Minister für religiöse Angelegenheiten, Yitzhak Cohen, hat die Tötung des Chefs der radikalen libanesischen Schiitenorganisation Hisbollah, Scheich Hassan Nasrallah, gefordert. "Nasrallah ist ein Irrer, der eliminiert werden muss", erklärte Cohen am Sonntag nach Angaben der Internetausgabe der "Jerusalem Post".

Erster Auftritt Nasrallahs seit 2006
Der Politiker der religiösen Shas-Partei äußerte sich anlässlich des ersten öffentlichen Auftritts Nasrallahs seit September 2006 in Beirut anlässlich der schiitischen Ashura-Feiern. Dabei hatte der Chef der Hisbollah ("Partei Gottes") Israel in scharfer Form vor neuen Angriffen auf den Libanon gewarnt und behauptet, seine Organisation besitze Leichenteile von im Libanon-Krieg getöteten israelischen Soldaten.

Cohen: Unbegreiflich, warum Hisbollah-Chef noch am Leben sei
Cohen betonte, er verstehe nicht, warum Nasrallah nicht schon früher getötet worden sei. Gegenüber Radio Israel kündigte er an, er werde das Thema mit Sicherheits-Verantwortlichen bei einer Kabinettssitzung am Sonntag zur Sprache bringen.

Armee: Hisbollah habe keine Leichenteile israelischer Soldaten
Die israelische Armee nannte am Samstag in einer ungewöhnlichen Erklärung die Behauptung des Hisbollah-Chefs, über Leichenteile israelischer Soldaten zu verfügen, "zynisch und bösartig".

Aus Armeekreisen verlautete nach Angaben der Internetzeitung "Ynet", Nasrallah habe sich offenbar nicht auf die von der Hisbollah entführten Soldaten Ehud Goldwasser und Eldad Regev bezogen. Deren Entführung hatte den Zweiten Libanon-Krieg im Sommer 2006 ausgelöst.

Alle jüdischen Soldaten korrekt beigesetzt?
Die Armeekreise versicherten, dass die 119 im letzten Libanon-Krieg getöteten israelischen Soldaten entsprechend den jüdischen Religionsgesetzen beigesetzt worden seien. Nach jüdischer Tradition muss der vollständige Körper bestattet werden. Israel hatte in der Vergangenheit wiederholt gefangene Kämpfer im Austausch gegen die Leichen von Soldaten auf freien Fuß gesetzt.

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