Russland will Demokratiemängel im Westen aufdecken

Denkfabrik

Russland will Demokratiemängel im Westen aufdecken

Angesichts ständiger Kritik aus dem Westen an der Menschenrechtssituation in Russland, an manipulierten Wahlen und einer immer autoritäreren Regierungsform will der Kreml nun den Spieß umkehren. Mit Segen des Kremls wurde am Montag in Moskau eine russische Denkfabrik mit dem Namen Institut für Demokratie und Zusammenarbeit gegründet, das Demokratie und Menschenrechte in den USA und Europa unter die Lupe nehmen soll.

Kein Definitionsmonopol für Demokratie
"Kein Land hat ein Monopol bei der Definition von Standards für Demokratie und Menschenrechte", erklärte der Gründer der Organisation, der Rechtsanwalt Anatoli Kutscherena, der dem Kreml nahesteht.

Zustimmung aber kein Geld aus dem Kreml
Die russische Denkfabrik will Büros in New York und Paris eröffnen. Der Kreml habe seine Zustimmung zu der Gründung des Instituts gegeben, finanziere es aber nicht, sagte der künftige Leiter des New Yorker Büros, Andranik Migranian. Das Geld stamme von Spendern aus der Wirtschaft, hieß es lediglich. Weder Kutscherena noch Migranian wollten Namen von Geldgebern nennen.

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