Sarkozy hebt Syrien aufs diplomatische Parkett Sarkozy hebt Syrien aufs diplomatische Parkett

Damaszener Erlebnis

 

 

Sarkozy hebt Syrien aufs diplomatische Parkett

Im Atomstreit mit dem Iran hat Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy Syrien dazu aufgefordert, sich an den Verhandlungen mit Teheran zu beteiligen. Da Syrien traditionell gute Verbindungen zum Iran habe, könne es zum Frieden in der Region beitragen, sagte Sarkozy am Mittwoch nach seiner Ankunft in Damaskus. Er war als erster Staatschef seit fünf Jahren nach Syrien gereist. Syrien war wegen seiner Rolle im Libanon-Konflikt und dem Vorwurf, den Terrorismus zu unterstützen, jahrelang international gemieden worden.

"Friedliches Atomprogramm in Teheran"
Syrien habe eine vertrauensvolle Beziehung zum Iran und könne deshalb im Atomkonflikt eine Rolle spielen, sagte Sarkozy weiter. Er sprach sich in Damaskus erneut vehement gegen Atomwaffen in iranischer Hand aus. Dies stelle eine Bedrohung für den Frieden dar, sagte er während einer Pressekonferenz mit seinem syrischen Kollegen Bashar al-Assad. "Der Iran darf keine Atomwaffe besitzen, aber der Iran hat wie alle Länder der Erde ein Recht auf eine zivile Nutzung der Atomenergie."

Assad sagte während der Pressekonferenz, sein Land sei bereit, sich an den Gesprächen mit Teheran zu beteiligen. Syrien wolle zeigen, dass das iranische Atomprogramm nicht militärisch, sondern rein friedlicher Natur sei, sagte er.

Sarkozy wurde auf dem internationalen Flughafen der syrischen Hauptstadt von Außenminister Walid al-Muallem empfangen. Sarkozy, dessen Land derzeit die EU-Präsidentenschaft innehat, reiste in Begleitung des französischen Außenministers Bernard Kouchner und einer Wirtschaftsdelegation an.

Sarkozy hofft durch eine Öffnung des Landes auch auf Fortschritte im Nahost-Konflikt. Er nimmt am Donnerstag an einem Vierergipfel mit Syrien, der Türkei und Katar zu den indirekten Friedensgesprächen des arabischen Landes mit Israel teil. Im Wirtschaftsbereich soll der Besuch laut Elysée-Palast neue Verträge für den französischen Ölkonzern Total bringen, der bereits Vorkommen im Osten des Landes nutzt.

Foto: (c) Reuters

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