Sarkozy und Brown mobilisieren gegen Burma

Gegen Militärjunta

© EPA/FRANCIS R. MALASIG

Sarkozy und Brown mobilisieren gegen Burma

Der französische Präsident Nicolas Sarkozy und der britische Premierminister Gordon Brown haben die Weltgemeinschaft zur Mobilisierung für Burma aufgerufen. "Es ist Zeit, dass das Regime einen echten Dialog beginnt", erklärten beide Politiker in einem Beitrag für die "International Herald Tribune" (Paris, Samstag). Burma müsse freien Zugang zur Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi gewähren und dem UN-Sondergesandten Ibrahim Gambari völlige Handlungsfreiheit geben.

NGO's berichten von 100 Toten bei Massenprotesten
Die Militärjunta in dem südostasiatischen Land hatte Ende September von buddhistischen Mönchen angeführte Massenproteste gewaltsam beendet. Dabei wurden nach offiziellen Angaben 15 Menschen getötet. Nichtregierungsorganisationen berichteten von mehr als 100 Toten.

"Zuckerbrot und Peitsche"
Burma sei in einer "Spirale der Armut und Revolte", schrieben Sarkozy und Brown. "Die beste Art, einen positiven Wandel zu ermutigen, ist nach unserer Ansicht die Methode von 'Zuckerbrot und Peitsche': Die Verbindung einschränkender und gezielter Maßnahmen mit der Erleichterung dieser Maßnahmen und der Perspektive einer umfassenden ökonomischen Initiative." Es gehe auch um Burmas Nachbarstaaten, die Probleme mit Flüchtlingen und Drogenhandel hätten.

Rückkehr ins Mittelalter
"Während die anderen Länder der Region in das numerische Zeitalter voranschreiten, läuft Burma Gefahr, ins Mittelalter zurückzukehren", hieß es. Ziele des Dialogs müssten "Versöhnung und realer politischer Wandel" sein. "Selbst wenn die Militärdiktatur enden soll, so müssen die Streitkräfte doch weiterhin eine wichtige Rolle in der künftigen Regierung spielen, wie das Aung San Suu Kyi selbst anerkannt hat."

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