Selbstmordanschlag in der Nähe von Abu Ghraib

Irak

Selbstmordanschlag in der Nähe von Abu Ghraib

Die Feier zur Heimkehr eines irakischen Gefangenen aus amerikanischer Militärhaft war Ziel eines blutigen Selbstmordanschlags am Rand von Bagdad. Dabei kamen am Sonntagabend in der Nähe von Abu Ghraib mindestens 25 Menschen ums Leben. 29 Teilnehmer der Feier wurden verletzt.

Sunnitisches Fest
Ein örtlicher Stammesführer in der mehrheitlich sunnitischen Gegend hatte anlässlich der Freilassung seines Sohnes zu einem Fest geladen und dafür mehrere Zelte aufgebaut. Eine Frau, die den Anschlag verletzt überlebte, sagte, sie habe gerade Speisen zubereitet, als die Bombenexplosion gegen 21.00 Uhr Ortszeit sie und ihre drei kleinen Kinder zu Boden gerissen habe.

Unter den Gästen waren auch mehrere Mitglieder eines örtlichen Erweckungsrates. So werden die sunnitischen Gruppen genannt, die sich gegen die Al Kaida im Irak gestellt haben und die US-Streitkräfte unterstützen.

13-jähriges Mädchen als Selbstmordattentäterin eingeplant
- Im Irak hat sich eine für ein Selbstmordattentat mit Sprengstoffweste präparierte Frau der Polizei gestellt. Die Frau ließ sich von Polizisten in der Stadt Bakuba nordöstlich von Bagdad am Sonntag zunächst ihre Sprengstoffweste abnehmen. Anschließend führte sie die Beamten zu einem 13-jährigen Mädchen, das ebenfalls ein Selbstmordattentat hätte verüben sollen.

Bakuba ist die Hauptstadt der mehrheitlich sunnitischen Unruheprovinz Diyala, in der die US-Armee bereits eine separate weibliche Anti-Terror-Einheit eingerichtet hat, weil sich hier häufig Frauen in die Luft sprengen. Nach Einschätzung von Beobachtern handelt es sich dabei vor allem um Frauen, deren Ehemänner, Väter oder Brüder von den Sicherheitskräften, US-Truppen oder einer Bürgerwehr getötet worden waren. Die von Stammesführern befehligten Bürgerwehren, sogenannte Erweckungsräte, werden von der US-Armee bezahlt, um in ihren jeweiligen Gebieten Sicherheitsaufgaben wahrzunehmen. Die Bildung dieser Verbände galt als entscheidender Faktor für einen Rückgang der Anschläge in sunnitischen Gebieten seit Sommer vorigen Jahres.

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