Simbabwe-Wahl: Opposition liegt vor Mugabe

Wahl-Krimi

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Simbabwe-Wahl: Opposition liegt vor Mugabe

Simbabwes Oppositionsführer Morgan Tsvangirai hat die Präsidentschaftswahl offenbar knapp gewonnen. Wie die Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch von Seiten der staatlichen Wahlkommission erfuhr, verfehlte Tsvangirai allerdings die absolute Mehrheit. Damit müsste er in einer Stichwahl erneut gegen Amtsinhaber Robert Mugabe antreten.

"Wir habe noch nicht das endgültige Ergebnis, aber beim letzten Zählstand hatten wir zwischen 48 und 50 Prozent für Tsvangirai", sagte ein hochrangiger Vertreter der Wahlkommission gegenüber AFP. Tsvangirai habe bei der Abstimmung vor vier Wochen 47 Prozent der Stimmen erhalten und Mugabe 43 Prozent, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch aus Regierungskreisen.

Mugabe will Stichwahl akzeptieren
Mugabe will nach Angaben der senegalesischen Regierung das Ergebnis eines zweiten Wahlgangs der Präsidentenwahl akzeptieren. Mugabe wolle zu einer Stichwahl antreten und den Ausgang "ohne Zögern" als Entscheidung der Bevölkerung annehmen, erklärte der senegalesische Außenminister Scheich Tidiane Gadio nach einem Treffen mit Mugabe in Harare in einer am Donnerstagabend veröffentlichten Erklärung. Mugabe fordere die Opposition auf, ebenso zu handeln. Die Kontrahenten müssten den "Weg der Versöhnung und des Ausgleichs" beschreiten, forderte Gadio.

Die US-Regierung forderte Mugabe auf, das Ergebnis des ersten Wahlgangs der Präsidentenwahl zu veröffentlichen. Die Verzögerung sei "unerklärlich" und mache die Resultate unglaubwürdig, sagte der Sprecher des US-Außenministeriums Tom Casey am Donnerstag. Zudem solle Mugabe "seine Hunde zurückrufen" und der Gewalt seiner Gefolgsleute gegen Anhänger der Opposition Einhalt gebieten.

Sieger steht noch nicht fest
In Simbabwe wurden am 29. März die Parlaments- sowie die Präsidentschaftswahl abgehalten. Während die Stimmen der Parlamentswahl nach einem Wahlsieg der Opposition teilweise erneut ausgezählt werden sollen, steht die Veröffentlichung des Siegers bei der Präsidentenwahl aus. Oppositionsführer Morgan Tsvangirai erklärte sich zwar zum Sieger, aber Amtsinhaber Mugabe beharrt auf einer Stichwahl.

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