Solidaritätssteuer für Erdbeben-Opfer

Berlusconi fordert

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Solidaritätssteuer für Erdbeben-Opfer

Die italienische Regierung denkt an eine Solidaritätssteuer für die Erdbebenopfer in der Region Abruzzen. Italiener mit einem Jahreseinkommen von mehr als 130.000 Euro sollen einen zusätzlichen Beitrag zahlen, um den Wiederaufbau der Region zu finanzieren. Auch eine Erhöhung der Benzinsteuer wird geprüft. Vom dem EU-Krisenfonds wird Italien 500 Millionen Euro erhalten, betonte der Vizepräsident der EU-Kommission, Antonio Tajani.

Wiederaufbau wird mehrere Jahre dauern
Etwa zwölf Mrd. Euro werde der Wiederaufbau in der Region kosten, sagte Innenminister Roberto Maroni. Er versicherte, dass dieser zügig voranschreiten werde. "Es wird nicht ein Jahrzehnt dauern, aber bestimmt einige Jahre", erklärte er. Der Minister betonte, dass die Regierung eine Kontrollstruktur aufbauen werde, um zu verhindern, dass mit der Mafia in Zusammenhang gebrachte Baugesellschaften Aufträge erhalten. Die Kontrollen würden sehr streng sein, kündigte Maroni an.

Unterricht in Zelten
In mehreren vom Beben betroffenen Ortschaften waren am Montag Büros und Schulen teilweise wieder offen. In einigen Dörfern der Region wurde der Unterricht in Zelten gehalten. In L'Aquila hingegen sei an eine Wiederaufnahme des Unterrichts noch nicht zu denken, so Angelo Mancini, Rektor des Gymnasiums "Cotugno". Nach Schätzungen des Katastrophenschutzes sind in der besonders stark betroffenen Provinz L'Aquila ein Drittel der Häuser unbewohnbar geworden. In der Stadt L'Aquila selbst sind sogar 58 Prozent der Häuser betroffen.

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