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Sperrgürtel ums Oktoberfest errichtet

Al-Kaida-Drohungen

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Sperrgürtel ums Oktoberfest errichtet

Nach den Drohungen des Terror-Netzwerks Al-Kaida gegen Deutschland werden die Sicherheitsmaßnahmen rund um das Münchner Oktoberfest massiv verschärft. Um die Festwiese wurde ein Sperrgürtel mit Polizeikontrollen eingerichtet, in den nur Lieferanten, Anrainer oder andere Berechtigte einfahren dürfen. Zwei in München lebende mutmaßliche Islamisten wurden vorbeugend in Polizeigewahrsam genommen. Hintergrund sei, dass in zwei Droh-Videos auch auf das Münchner Oktoberfest Bezug genommen wurde, sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann.

"Böses Erwachen"
Zudem hatte der mutmaßliche Al-Kaida-Terrorist Bekkay Harrach mit einem "bösen Erwachen" in Deutschland nach der Bundestagswahl gedroht, falls die deutsche Bundeswehr nicht aus Afghanistan abgezogen würde. Es gebe bisher aber keinerlei Hinweise auf konkrete Anschlagspläne, betonte Herrmann. Münchens Oberbürgermeister Christian Ude nannte die verschärften Maßnahmen den "einzig gangbaren Weg".

Zwei Festnahmen
Die beiden in Polizeigewahrsam genommenen Männer seien der islamistisch-extremistischen Szene zuzurechnen, sagte Münchens Polizeipräsident Schmidbauer. Beide hätten früher zu dem aus Bonn stammenden Bekkay Harrach Kontakt gehabt - der eine direkt, der andere mittelbar über seinen Bruder. Beiden Männern würden keine Straftaten vorgeworfen, bei dem Polizeigewahrsam handle sich um eine rein vorbeugende Maßnahme. Die zwei Männer sollen bis zum Ende des Oktoberfestes am 4. Oktober in Gewahrsam bleiben. Dies sei richterlich bestätigt worden, sagte Schmidbauer.

Neben den Fahrzeugkontrollen rund um die Festwiese sind auch verstärkte Personenkontrollen vorgesehen. Dabei sollen vor allem Rucksäcke und größeres Gepäck genau unter die Lupe genommen werden. Auch Taxifahrer dürfen die Theresienwiese nur noch an einer Stelle anfahren. Die bisherigen Taxistände wurden aufgelöst.

Außerdem wurden rund um das Festgelände zusätzliche Halteverbote eingerichtet. Die Fahrzeugkontrollen mit Polizeiautos als mobile Sperren führten am Montagvormittag zu massiven Verkehrsbehinderungen und Staus rund um das Oktoberfestgelände. Bis zum Ende des größten Volksfestes der Welt werden mehr als sechs Millionen Besucher erwartet.

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