Spur im Politkowskaja-Mord führt zu Geheimdienst

Russland

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Spur im Politkowskaja-Mord führt zu Geheimdienst

Die Ermordung der russischen Journalistin Anna Politkowskaja ist nach Ansicht der Staatsanwaltschaft vom Ausland aus gesteuert worden. Die Spur führe zu im Exil lebenden Oppositionellen, sagte Generalstaatsanwalt Juri Tschaika am Montag vor Journalisten. Auf die Frage, ob er dabei an den in London lebenden Multimillionär Boris Beresowski denke, gab Tschaika keine Antwort. "Die Person, die den Mord anordnete, lebt im Ausland."

Nur solche Personen hätten an der Ermordung Politkowskajas ein Interesse haben können, sagte er. Diese Kräfte strebten eine Destabilisierung des Landes an, wollten die Verfassung ändern und eine Krise heraufbeschwören. Im Gegenzug wollten sie zurück zum "alten System, in dem das Geld und Oligarchen herrschten."

Zehn Verdächtige festgenommen
Zuvor hatte Tschaika mitgeteilt, es seien zehn Verdächtige festgenommen worden, darunter ehemalige und aktive Offiziere des Innenministeriums und des Geheimdienstes FSB. Sie seien Teil einer Moskauer Organisation, die auch mit den Morden an dem US-Journalisten Paul Klebnikov 2004 und Vize-Zentralbankchef Andrei Koslow im vergangenen September in Verbindung gebracht werde.

Die für ihre regierungskritische Berichterstattung bekannt gewordene Politkowskaja war im Oktober vergangenen Jahres vor ihrer Moskauer Wohnung im Alter von 48 Jahren erschossen worden. Der Mord löste weltweit Empörung aus. Die Journalistin schrieb mehrfach über die Lage in der russischen Kaukasusrepublik Tschetschenien und warf den Sicherheitskräften in der Region Menschenrechtsverletzungen vor.

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