Staat soll 500 Euro verschenken

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Staat soll 500 Euro verschenken

Angesichts der ökonomischen Krise bangt Deutschland um seine Wirtschaft. Politiker, Ökonomen sowie private Vor- und Nachdenker beschäftigen sich mit der Frage, wie die Konjunktur belebt werden kann. Am Donnerstag ließ die stellvertretende SPD-Vorsitzende Andrea Nahles mit einem neuen Vorschlag aufhorchen.

Gutschein
Nahles möchte jedem erwachsenen Deutschen 500 Euro schenken. Mit einem bestimmte Zeit lang gültigem Gutschein soll damit die Konsumlaune der Menschen gehoben werden und die Konjunktur angekurbelt werden. Nahles forderte aber auch eigenen Einsatz der Bürger: „Wenn wir einen Gutschein über 500 Euro geben, müssen die Empfänger noch 200 Euro oben drauf packen.“

Auch Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy will seinen Landsleuten einen Gutschein über 200 Euro aushändigen.

Doch in Deutschland mag die Union nicht mitziehen: Die Aktion sei „schädlich“. Die Grünen sprechen von „Irrsinn“: Milliarden würden verpuffen – zu Lasten der kommenden Generation. Sogar die SPD selbst macht gegen die Idee aus den eigenen Reihen mobil.

BZÖ dafür
Für Österreich käme ein derartiges Modell hingegen infrage, erklärte BZÖ-Generalsekretär Martin Strutz gegenüber ­ÖSTERREICH. „Es ist dem Kärntner Direktzahlungsmodell von Jörg Haider sehr ähnlich. Die Kaufkraft muss sofort gestärkt werden, vor allem bei den sozial Bedürftigen“, sagte Strutz. Die „soziale Treffsicherheit“ sei dabei wichtig, das BZÖ werde dies kommende Woche im Parlament thematisieren. Den Kritikpunkt des Schulden-Hinterlassens will Strutz nicht gelten lassen: „Wenn man den Banken gibt, warum dann nicht auch den Menschen?“

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