Sudan erkennt Unabhängigkeit des Südens an

Referendum akzeptiert

Sudan erkennt Unabhängigkeit des Südens an

In der ersten offiziellen Reaktion aus Khartum nach der Bekanntgabe des vorläufigen Endergebnisses sagte Vizepräsident Ali Osman Taha am Montag, dass die Regierung des Sudan mit dem Ausgang der Volksabstimmung einverstanden sei. "Wir teilen mit, dass wir das Ergebnis des Referendums akzeptieren", sagte Taha. Der Vizepräsident versprach, gute Beziehungen zu dem neuen Staat anzustreben.

Knapp vier Millionen Menschen waren bei der Volksabstimmung zwischen dem 9. und 15. Jänner zur Wahlurne gegangen. Nach dem von der Wahlkommission am Sonntag mitgeteilten vorläufigen amtlichen Endergebnis stimmten 98,83 Prozent der Wähler für eine Abspaltung des Südens. Im Juli soll der 193. Staat der Welt offiziell gegründet werden. Die Abstimmung war der Schlusspunkt eines 2005 von der Zentralregierung in Khartum und südsudanesischen Rebellen unterzeichneten Friedensabkommens, das den mehr als zwanzigjährigen Bürgerkrieg zwischen dem christlich dominierten Süden und dem muslimisch geprägten Norden endgültig beenden soll.

Sudans umstrittener Staatschef Omar al Bashir hatte in der Vergangenheit bereits mehrfach erklärt, die Abspaltung des Südens anerkennen zu wollen. Vizepräsident Taha kündigte am Montag an, sich an den Arbeitsgruppen zu beteiligen, die eine Lösung bei den verbleibenden Streitthemen zwischen dem Norden und Süden finden sollen. Dazu gehört vor allem der Umgang mit der ölreichen Region Abyei an der Grenze zwischen den beiden Landesteilen.
 

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