Taiwanesischer Ex-Präsident weiter im Hungerstreik

Korruptionsverdacht

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Taiwanesischer Ex-Präsident weiter im Hungerstreik

Der unter Korruptionsverdacht stehende taiwanesische Ex-Präsident Chen Shui-bian hat seinen Hungerstreik wieder aufgenommen. Sein behandelnder Arzt teilte am Dienstag in der Hauptstadt Taipeh mit, Chen, der im vergangenen Mai im Präsidentenamt von seinem politischen Widersacher Ma Ying-jeaou abgelöst worden war, habe im Krankenhaus zucker- und salzhaltige Infusionen akzeptiert, die seinen Zustand stabilisiert hätten. Er wolle zwar immer noch keine Nahrung zu sich nehmen, sei aber nicht in Lebensgefahr.

Chen war vergangenen Mittwoch in den Hungerstreik getreten, nachdem er unter Korruptionsverdacht festgenommen worden war. Der frühere Staatschef hat alle gegen ihn erhobenen Vorwürfe zurückgewiesen. Er betrachtet das Verfahren als politisch motiviert. Vom Gefängnis wurde er am Sonntagabend wegen unregelmäßigen Herzschlags in ein Spital gebracht.

Anhänger von Chens Demokratischer Fortschrittspartei kündigten für Samstag Massenproteste an. Der neue Präsident Ma Ying-jeou betrachtet im Gegensatz zu seinem Amtsvorgänger Chen ebenso wie die kommunistische Führung in Peking die Insel staatsrechtlich als Teil Chinas. Chen hatte während seiner Präsidentschaft die Eigenstaatlichkeit angestrebt.

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