Teheran nimmt Uni-Demonstranten fest

"Illegal versammelt"

Teheran nimmt Uni-Demonstranten fest

Staatlichen Sicherheitskräfte haben am Wochenende zahlreiche Festnahmen an der Universität Teheran vorgenommen, um eine "illegale Versammlung" zu verhindern. Wie die halbamtliche Nachrichtenagentur FARS berichtete, wurden von den Behörden "beleidigende" Schriften, Feuerwerkskörper und "große Mengen" von in der Islamischen Republik verbotenem Alkohol beschlagnahmt.

Doch eine Kundgebung gegen Ahmedinejad?
Der exiliranische oppositionelle "Nationaler Widerstandsrat Iran" (NCRI), der als politischer Arm der von der EU als Terrorgruppe eingestuften Volksmujaheddin gilt, berichtete dagegen in einer Aussendung, mit den Verhaftungen hätten Kundgebungen von Regierungsgegnern am Tag der Studenten im Iran unterbunden werden sollen. Zahlreiche Studenten seien in den späten Abendstunden des Samstag und in den frühen Morgenstunden des Sonntag verhaftet worden.

"Agitatoren mit gefälschten Studentenausweisen"
Laut offiziellen Stellen handelte es sich bei den Festgenommenen um "Agitatoren mit gefälschten Studentenausweisen", die auf das Teheraner Universitätsgelände gekommen seien, um eine verbotene Kundgebung abzuhalten. Sie seien von den Mitarbeitern der Abteilung des Nachrichtendienstministeriums verhaftet worden.

"Sie waren von den Feinden des islamischen Regimes und bestimmten politischen Gruppen zusammengerufen worden, um an einer verbotenen Kundgebung teilzunehmen sowie Konflikte und Störungen auf dem kulturellen und akademischen Platz der Universität zu schüren", berichtete die staatlichen Nachrichtenagentur IRNA nach Angaben des NCRI.

Bereits tagelang Studentenproteste
In der vergangenen Woche seien iranische Universitäten und Colleges wie in Karman, Mazandaran, Shiraz, Azad Tabriz, Najaf-Abad, Boali in Hamden, Kermanshah, Orumieh und Khorramshahr aus Anlass des Tags der Studenten Schauplätze von Studentenprotesten gegen die Regierung gewesen, berichtete der NCRI weiter. Die Teilnehmer hätten skandiert: "Tod dem Diktator", "Freiheit für alle politischen Gefangenen", "Mr. Präsident, die Studentenbewegung wird bis zum Ende durchhalten".

Der Iranische Widerstand betonte in seiner Aussendung, er mache alle internationalen Menschenrechtsorganisationen und Studentengewerkschaften auf die "Repressalien aufmerksam, die den Studenten vom Regime auferlegt" würden. Er rief zur internationalen Unterstützung der iranischen Studentenbewegung für Freiheit auf.

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